Warten hat ein Ende

Grünes Licht für Öffi-Wende im Weinviertel

© NÖVOG/Bollwein
Künftig sollen Regionalbusse, bestehende Bahnverbindungen und flexibel buchbare Anrufsammeltaxis wie ein gemeinsames Netz funktionieren.
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Große Busse auf schwach genutzten Strecken, lange Wartezeiten und wenig Flexibilität - Ärgernisse, die viele Niederösterreicher nur allzu gut kennen. Doch genau das soll sich jetzt ändern, wenn mit dem Großprojekt "Weinviertel West" der öffentliche Verkehr in der Region komplett neu aufgestellt wird.

LEOpoldi Busse und leoPOLDI Anrufsammeltaxis bilden in Zukunft nämlich gemeinsam mit den vorhandenen Bahnen ein integriertes Gesamtangebot, das die Stärken des Linienverkehrs mit jenen der flexiblen Anrufsammeltaxis kombiniert und leer herumfahrenden Bussen den Kampf ansagt.

Letzte Hürde gefallen

Verzögert wurde das Vorhaben durch einen Nachprüfungsantrag eines unterlegenen Bieters nach der Ausschreibung. Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat diesen nun in allen Punkten abgewiesen und die Vergabe bestätigt. Damit fällt die letzte große Hürde für das Projekt. "Mit der aktuellen Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes Niederösterreich gibt es grünes Licht für massive Angebotsverbesserungen im westlichen Weinviertel, wo der öffentliche Verkehr neu organisiert wird", freut sich Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Das neue Verkehrskonzept wird 70 Gemeinden mit rund 200.000 Einwohnern erfassen. Geplant sind 150 Regionalbusse auf gut 65 Linien sowie zusätzlich Anrufsammeltaxis, die dort einspringen, wo sich große Busse nicht rechnen. Die Fahrten können telefonisch oder per App gebucht werden. Das große Ziel ist ein dichteres und flexibleres Angebot für Pendler, Schüler und Familien im gesamten westlichen Weinviertel.