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Gute Nachrichten aus dem Tierschutz
Pelz
Der Schweizer Ständerat hat strengere Regeln für Pelz beschlossen. Der indirekte Gegenvorschlag zur Pelz-Initiative wurde mit 43 zu 1 Stimme angenommen. Künftig soll der Import und Verkauf von Pelz verboten werden, wenn die Tiere dafür unter besonders schlechten Bedingungen gehalten oder getötet wurden. Einen Vorschlag, bei dem die Pelzbranche ihre eigenen Standards festlegen könnte, lehnte der Ständerat ab. Damit werden auch in der Schweiz strengere Regeln für Pelz eingeführt.
Tiertransporte
Brittany Ferries transportiert seit dem 1. September keine lebenden landwirtschaftlich gehaltenen Tiere mehr. Damit entfällt auch der Transport nicht abgesetzter Kälber von Irland nach Frankreich. Allein in diesem Jahr wurden bisher mehr als 160.000 Kälber im Alter von unter sechs Wochen aus Irland über lange Strecken in Länder wie Polen, Spanien, Italien und die Niederlande transportiert. Bereits im Oktober 2025 hatte Stena Line den Transport lebender Tiere von Irland nach Frankreich eingestellt. Damit haben sich innerhalb eines Jahres zwei Fährunternehmen aus diesem Geschäft zurückgezogen – ein großer Erfolg. Nun bleibt Irish Ferries als einziges Fährunternehmen, das weiterhin lebende landwirtschaftlich gehaltene Tiere von Irland nach Frankreich transportiert. Vier Pfoten kämpft weiter, um auch das letzte Fährunternehmen auf dieser Strecke zu beenden.
Verurteilung
Im Oktober 2023 wurde einer Kuh ein Teil der Zunge herausgerissen. Der Landwirt ließ die Kuh vier Tage lang ohne Behandlung im Stall. Die Verletzung wurde schließlich im Schlachthof entdeckt und angezeigt. Der Mann wurde wegen Tierquälerei rechtskräftig verurteilt. Nun bestätigte das Landesverwaltungsgericht auch ein Tierhalteverbot. Dabei wurden auch frühere Verurteilungen wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung berücksichtigt, was als Hinweis auf eine gewaltbezogene Neigung und als Risiko für weitere Verstöße gewertet wurde. Das Tierhalteverbot gilt lebenslänglich. Er darf künftig keine Tiere mehr halten – unabhängig von der Tierart. Das Tierquälerei rechtliche Konsequenzen hat, wird von Tierschutzorganisationen gelobt.
Amphibien
Jedes Frühjahr wandern Tausende Amphibien wie Kröten, Frösche, Molche und Salamander zu ihren Laichgewässern – nun sollen sie in Wien sicherer ans Ziel kommen. Die Arbeiten dafür haben nun gestartet. Im Bereich des Hanslteichs errichtet die Stadt Wien eine permanente Amphibienschutzanlage, die den Tieren sichere Querungen unter den Straßen ermöglicht. Ab November stehen entlang der Amundsen- und Neuwaldeggerstraße insgesamt elf Querungsmöglichkeiten zur Verfügung, während auch die bestehende Anlage beim Schottenhof erweitert wird. Damit werden seltene Arten wie der gefährdete Alpenkammmolch besser geschützt und gleichzeitig die Arbeit der freiwilligen Helfer erleichtert.