Kasperliade
"Hergovich soll gehen!"
SPÖ-Klubobmann Rene Zonschits schoss postwendend zurück: „Wer für die Sozialdemokratie in der Landesregierung sitzt, das bestimmen wir noch immer selbst."
Der Kasperl und der Krokodil-Vorwurf
Dabei hat die SPÖ dem umstrittenen Gesundheitsplan in der Proporz-Regierung und im Landtag selbst zugestimmt. Dass Hergovich sich nun als „Retter der Notarztstützpunkte" aufspiele, sei „an Dreistigkeit nicht zu überbieten", polterte die Grüne Krismer. Ihr Fazit klingt wie eine Kasperl-Moral: „Das ist keine linke Politik, das ist linkes Verhalten." Wer in der Regierung zustimme und draußen das Gegenteil erzähle, zerstöre jegliches Vertrauen in die Politik.
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Doch damit nicht genug im niederösterreichischen Kasperltheater: Die ÖVP „mauere" laut Krismer und verteidige den ihrer Ansicht nach zweifelhaften Gesundheitsplan „mit Zähnen und Klauen". Der Koalitionspartner FPÖ wiederum spiele ein „durchschaubares Doppelspiel" – in der Regierung als „Brandstifter" unterwegs, um sich hinterher am Stammtisch als „Löschmeister" zu inszenieren. Ein Spektakel wie im Kasperltheater, nur ohne Krokodil.
Grüne basteln an eigenem Stück
Als einzige Partei stimmten die Grünen im März 2025 gegen den „Gesundheitsplan 2040+", der Spitalszusammenlegungen und weniger Notarztstandorte vorsieht. Nach monatelanger „Gesundheitstour" durchs Land will Krismer nun in etwa zwei Wochen die grüne Gegen-Inszenierung präsentieren.
SPÖ gibt sich versöhnlich, NEOS rollen mit den Augen
Zonschits von der SPÖ zeigte sich zumindest teilweise milde gestimmt: „Es ist gut, dass sich die Grünen in Niederösterreich für den Erhalt der Notarztstandorte aussprechen." Gleichzeitig mahnte er, das Gesundheitsthema sei „viel zu wichtig für die rein parteipolitischen Emotionen der Grünen". NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann schüttelte derweil nur den Kopf über das ganze Schauspiel: Die „parteipolitischen Scharmützel" von SPÖ und Grünen zeigten, warum Reformen in Österreich so schwer vorankämen. Ihre Einladung an beide: endlich konstruktiv mitspielen statt Kasperltheater.