Jetzt fehlt nicht mehr viel auf den ewigen Hitzerekord. In Wieselburg (40,3°) war es am Freitagnachmittag so heiß, wie niemals zuvor im Juli. Beachtlich ist auch der Höchstwert in Weyer. Mit 39,6 Grad war es der heißeste Tag der Geschichte in Oberösterreich. Damit wurde Bad Goisern aus dem Juli 2013 abgelöst.
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Bereits während der Hitzewelle im Juni wurden in Bad Deutsch-Altenberg 40,1 Grad gemessen. Der österreichische Hitze-Hotspot in Niederösterreich hält bisher auch den höchsten jemals gemessenen Wert. Am 8. August 2013 kletterte das Thermometer hier auf unglaubliche 40,5 Grad.
Das war damals der jeweils einzige Tag der damaligen Hitzewellen, an dem der lange Zeit unerreichte Höchstwert überstiegen wurde. Doch jetzt könnte es sogar noch heißer werden. Denn der Höhepunkt der Hitzewelle ist noch nicht erreicht und könnte sogar erstmals die historische 41-Grad-Marke erreichen.
Hitzewelle nicht am Höhepunkt
Erst ab Mittwoch soll sich die Lage laut den derzeitigen Prognosen langsam entspannen. Bis dahin muss man sich auf weitere Hitzetage vorbereiten und entsprechende Maßnahmen treffen.
- Wieselburg (Niederösterreich): 40,3°
- Wien-Stammersdorf (Wien): 39,7 °
- Weyer (Oberösterreich): 39,6°
- Enns (Niederösterreich): 39,5 °
- Amstetten (Niederösterreich): 39,3°
- Melk (Niederösterreich): 39,3 °
- Waidhofen/Ybbs (Niederösterreich): 39,2°
- Tulln-Langenlebarn (Niederösterreich): 39,0 °
- St. Pölten (Niederösterreich): 39,0 °
Doch es gibt auch noch vergleichsweise kühlere Orte. Den niedrigsten Wert seit Sonnenaufgang erreichte Mallnitz mit 17,6 Grad.
- Mallnitz (Kärnten): 17,6 °
- Kornat (Kärnten): 17,6°
- St. Michael/Lungau (Salzburg): 18,4°
- Döllach (Steiermark): 18,4°
- Mariapfarr (Salzburg): 18,4°
- Tamsweg (Salzburg): 18,6°
- Bad Bleiberg (Kärnten): 19,1°
- Bad Gastein (Salzburg): 19,1°
- Weißensee (Tirol): 19,2 °
- Millstatt (Kärnten): 20,4°
Extreme Trockenheit wird verschärft
Die Trockenheit in Österreich, die schon seit Monaten andauert, wird durch die Hitze weiter verschärft. "An den seit Dezember 2025 vorherrschenden niederschlagsarmen Verhältnissen hat sich auch im Juli wenig geändert", analysierte Klimatologe Orlik. "Die Regenmengen im Juli waren oft zu gering, um eine weitere Verschärfung der anhaltenden Dürre zu verhindern."
Nach wie vor fehlen seit Jahresbeginn rund 30 Prozent auf ausgeglichene Niederschlagsverhältnisse: "Im Klimamittel sollten es bis zum 27. Juli im bundesweiten Flächenmittel 609 Millimeter Niederschlag sein. Bis jetzt fiel aber nur eine Regenmenge von 426 Millimeter. Damit war es in Österreich - zumindest seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts - in den ersten sieben Monaten eines Jahres nicht mehr so niederschlagsarm", so Orlik.
Durch häufiges Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein und langen Niederschlagspausen, speziell in der zweiten Mai- und Junihälfte sowie Ende Juli, waren die Verdunstungsraten sehr hoch. Das habe das Feuchtedefizit in den Böden weiter erhöht. Ähnlich wenig Niederschlag fiel in den Jahren 1971 und 2003. Dennoch waren die Defizite zum Klimamittel mit minus 27 beziehungsweise minus 25 Prozent etwas geringer als 2026.