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Hitzesommer mit Folgen: Schäden am Haus zeigen sich oft erst jetzt

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Extreme Hitze und lange Trockenperioden können nicht nur Gärten zusetzen. Auch der Boden rund ums Haus kann sich verändern und dadurch können Risse oder andere Schäden entstehen. Worauf Eigentümer jetzt im Herbst achten sollten.
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Der Sommer ist vorbei, die Temperaturen sinken, doch für Hausbesitzer kann die heiße und trockene Jahreszeit noch Folgen haben. Denn langanhaltende Trockenheit kann den Boden rund um ein Gebäude verändern. Besonders problematisch kann das bei lehm- und tonhaltigen Böden sein: Sie können bei starkem Wasserentzug schrumpfen und sich dadurch bewegen.

Laut einem Experten der Handwerker-Plattform MyHammer kann das im Extremfall auch Auswirkungen auf Gebäudefundamente haben. Bewegt sich der Untergrund nicht überall gleich, kann das Fundament unterschiedlich belastet werden. Die Folge können Risse im Mauerwerk oder Veränderungen an Türen und Fenstern sein.

Warum sich Schäden erst jetzt zeigen können

Während des Sommers verdunstet bei anhaltender Hitze viel Wasser aus dem Boden. Besonders tonhaltige Böden können dadurch an Volumen verlieren. Nach einem trockenen Sommer lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf das eigene Haus.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Riss automatisch auf ein abgesacktes Fundament hindeutet. Gebäude arbeiten, Materialien verändern sich und kleinere Risse können verschiedene Ursachen haben. Entscheidend sind unter anderem Lage, Verlauf und Entwicklung eines Risses.

Diese Warnzeichen sollten Eigentümer ernst nehmen

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Ein einzelner kleiner Riss ist noch kein Grund zur Panik. Bestimmte Veränderungen sollte man allerdings beobachten und bei Unsicherheit fachkundig überprüfen lassen. Achten Sie insbesondere auf:

  • diagonal verlaufende Risse im Mauerwerk
  • Risse, die innen und außen an ungefähr derselben Stelle auftreten
  • Risse, die sich von unten nach oben durch eine Wand ziehen
  • Risse in der Nähe von Türen und Fenstern
  • Risse, die sich vergrößern oder breiter werden Türen oder Fenster, die plötzlich klemmen oder sich nicht mehr richtig schließen lassen
  • Risse an der Stelle, an der ein Anbau auf das ursprüngliche Gebäude trifft
  • Veränderungen oder Risse im Bereich des unteren Mauerwerks

Auch Veränderungen an Tapeten können einen Hinweis liefern: Wenn sich Tapeten an Übergängen zwischen Bahnen oder zwischen Wand und Decke plötzlich wellen oder Falten bilden, lohnt sich eine genauere Kontrolle.

Was tun, wenn Sie Schäden entdecken?

Wer deutliche Veränderungen bemerkt, sollte zunächst dokumentieren, wo der Riss sitzt und wie er sich entwickelt. Fotos und regelmäßige Messungen können dabei helfen, Veränderungen festzuhalten.  Bei größeren oder sich schnell verändernden Rissen sollte ein Bausachverständiger oder Statiker hinzugezogen werden. Eigenständige Reparaturen an der Bausubstanz sind dagegen keine gute Idee. Auch die Gebäudeversicherung kann bei entsprechenden Schäden relevant sein. Ob tatsächlich Versicherungsschutz besteht, hängt allerdings vom konkreten Vertrag und der Ursache des Schadens ab.

Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt für den Check

Gerade jetzt lohnt sich ein Rundgang ums Haus: Fassade, Keller, Fenster, Türen, Übergänge zu Anbauten und Grundstücksflächen kontrollieren und Veränderungen dokumentieren.

Denn nicht jeder Riss bedeutet gleich einen schweren Bauschaden. Auffällige oder zunehmende Veränderungen sollten aber nicht ignoriert werden.