Für Fertigung

Humanoide Roboter: Testregion in der Steiermark geplant

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Es sollen 18. Mio. Euro in die Testregion fließen.
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Der Automatisierungscluster AT Styria will die Steiermark als europäische Testregion für humanoide Roboter etablieren. Die steirische Branchenplattform formiert ein Konsortium mit Partnern aus Österreich, Italien und Slowenien. In der Testregion sollen vor allem kleine und mittlere Betriebe Zugang zu Technologien erhalten, die Maschinen bedienen, Material transportieren oder die Qualität in der Fertigung sichern. Geht der Plan auf, fließen 18 Mio. Euro in die Testregion.

Mehr als 50.000 Beschäftigte

Die in der Wirtschaftskammer Steiermark angesiedelte AT Styria bündelt seit einem Jahrzehnt die Kräfte der steirischen Automatisierungstechnik. Mehr als 44.000 Menschen arbeiteten mittlerweile in der Branche, bis 2030 sollen es weitere 10.000 sein, schilderte Herbert Ritter, Vorsitzender des AT Styria, am Montag im Pressegespräch.

Zugleich steht die Industrie weltweit vor einem neuen technologischen Umbruch. Menschenähnliche, zweibeinige Roboter mit KI-Steuerung treten zunehmend aus der Grundlagenforschung in die industrielle Praxis. "KI-gestützte beziehungsweise humanoide Robotik wird zu einer zentralen Standortfrage - die Steiermark verfügt über die Betriebe, die Forschung und das industrielle Wissen, um hier eine führende Rolle einzunehmen", hob Ritter hervor. "Wir wollen, dass aus einzelnen Kompetenzen gemeinsame Anwendungen werden und wollen dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen."

Pilotprojekte für Fertigung

Doch der Weg vom spektakulären Prototypen zum verlässlichen Kollegen in der Fabrikhalle ist technisch und regulatorisch anspruchsvoll. Daher bewirbt man sich mit drei industriellen Pilotprojekten, die unter realen Produktionsbedingungen durchgetestet werden sollen: Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen innerhalb einer Fertigung, bedienen Maschinen, wechseln Werkstücke und übernehmen körperlich belastende Tätigkeiten. Im zweiten Pilot transportieren autonome mobile Roboter Material zwischen Lager, Fertigung und Montage und stellen sich selbstständig auf geänderte Routen oder Abläufe ein. Im dritten Projekt übernehmen KI-gestützte Systeme Aufgaben der Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung. "Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz", kündigte Heinz Mayer, Geschäftsführer des Konsortialpartners Joanneum Research, an.