In Gmunden

Hundeattacke: Traumatisierte bleibt auf 4.000 Euro Kosten sitzen

© ORF
Die 88-Jährige hat mit Handy-Fotos die Wunde mit der Entzündung dokumentiert.
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"Ich hab ein Trauma davongetragen. Wenn ein Hund in meine Nähe kommt hab ich Angstzustände, Schlafstörungen, ja sogar wenn mir Menschen entgegenkommen, bekomme ich Angst. Dass ich umgestoßen werde. Ich bin 88 Jahre alt!", erzählt Margareta Enser-de Groot aus Gmunden im ORF-Interview von ihrer Hundeattacke bei der ihr Bein schwer verletzt wurde.

Keine Hundehaftpflichtversicherung

Wegen Komplikationen und einer Entzündung sind zusätzlich private Behandlungskosten entstanden. Erst später erfuhr die Frau, dass die Hundebesitzerin keine gültige Haftpflichtversicherung hatte, was in OÖ verpflichtend ist. Auf einem Teil der Kosten blieb die Pensionistin folglich sitzen.

Verfahren eingeleitet

"Ich sitze auf 4.000 Euro Medizinkosten, aufgrund dieses Hundegesetztes, weil sich niemand zuständig fühlt. Schmerzensgeld steht mir beachtliches zu, denn ich war wirklich in Lebensgefahr, mit der Blutvergiftung. Auch die Schmerzen waren enorm", hofft Enser-de Groot weiterhin auf Schadenersatz.

Die Stadtgemeinde Gmunden hat bereits ein Verfahren eingeleitet. Denn: Solange kein Nachweis über eine gültige Haftpflichtversicherung vorliegt, darf man keinen Hund halten.