Österreichs Auto-Zulieferer stecken in der PS-Krise: Allein im letzten Jahr wurden in der Branche 3.000 Jobs abgebaut – das ist ein bitteres Minus von vier Prozent.
Jede zehnte Stelle ist futsch
Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn seit 2019 geht es merklich bergab mit der Zuliefererindustrie. Denn insgesamt waren seither ganze 8.000 Stellen weggebrochen. Das sind knapp zehn Prozent aller Stellen, denn 2025 waren nach Branchenangaben 73.900 Personen in der Branche beschäftigt.
Auch beim Geld wurde der Rückwärtsgang eingelegt: Der Umsatz krachte um 5,5 Prozent auf 26,87 Milliarden Euro runter.
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Die Bosse schlagen via Aussendung Alarm und wettern gegen die Politik. Der Grund für das Desaster sei: Das drohende Verbrennerverbot und der Fokus E-Autos. "Wir brauchen Technologieoffenheit statt ideologischer Vorgaben", wettert Branchen-Sprecher Dietmar Schäfer.
Denn die bittere Wahrheit sei: Der Bau von E-Motoren bringt den Firmen bis zu 30 Prozent weniger Wertschöpfung.
"Rüstung bringt keine Rettung"
Dass die Rüstungsindustrie ein Rettungsanker für die Autozulieferer sein kann, glaubt Schäfer indes nicht. Der Sektor könne nicht einmal die Verluste kompensieren. Man müsse wieder wettbewerbsfähiger werden, durch Bürokratieabbau und weniger "ideologische Vorgaben".
Steiler Abstieg am deutschen Markt
In Europa sind die Investitionen der Autohersteller heuer um rund 20 Prozent eingebrochen, berichtete der Kreditversicherer Acredia. Das sei der stärkste Rückgang seit 2018.
Die Wertschöpfung führender deutscher Autohersteller je verkauften Fahrzeug lag demnach im ersten Halbjahr in Europa um satte 30 bis 45 Prozent niedriger als 2021/22.