Bei Arnies Klimagipfel

Kamala Harris: Kampfansage in Wien

© Andreas Tischler / Vienna Press
Mit seinem Star-Gast beim Austrian World Summit, Ex-US-Vizepräsidentin Kamala Harris, sorgte Arnold Schwarzenegger für Begeisterung und Aufbruchsstimmung.
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Amerikanisches Flair brachte am vergangenen Dienstag kein Geringerer als Arnold Schwarzenegger (78) in die Wiener Hofburg. Nachdem rund 1.000 Teilnehmer:innen über die Feststiege – vorbei an Arnies Pappfigur neben der Kaiser Franz Josef-Büste – geströmt waren, wurde die Stimmung im grün-blau-erleuchteten Großen Festsaal von US-TV-Host Matt Iseman ganz im Stile eines amerikanischen Großevents angeheizt. Unter stehenden Ovationen und tosendem Applaus trat schließlich Schwarzenegger auf, um seine diesjährige "Climate-Action", wie er den zehnten von ihm und Ex-Grüne-Politikerin Monika Langthaler initiierten Klimagipfel in Wien nennt, zu starten. Dann der Moment, auf den alle gewartet haben: der Auftritt des diesjährigen Star-Gastes, Kamala Harris – unter den Argusaugen einer Vielzahl an Securities.

Gastgeber Arnold Schwarzenegger mit der ehemaligen US-Vizepräsidentin Kamala Harris und Bundespräsident Alexander Van der Bellen. © APA/ROLAND SCHLAGER
“Kamala hat ihr Amt stets als Dienerin ihres Staates interpretiert...”

Arnold Schwarzenegger über seinen hochkarätigen Stargast

Als Dienerin ihres Staates und nicht als Demokratin habe sie stets ihr Amt interpretiert, erklärte zuvor Arnold Schwarzenegger seine Beweggründe, die ehemalige US-Vize-Präsidentin zum Austrian World Summit einzuladen. Dass die inzwischen 61-jährige Spitzenpolitikerin den Wahlkampf 2024 gegen Donald Trump verlor, dürfte dem Publikum des Summits besonders leid tun – schließlich präsentierte sich Kamala im Bühnentalk mit Österreichs berühmtestem Star-Export nicht nur als sympathisch und humorvoll („Was ich als Nächstes tue? Ich nehme eine Sachertorte mit nach Hause.“), sondern ließ auch mit starken Ansagen gegen Trump aufhorchen: "Er lebt in der Vergangenheit", so Harris‘ Urteil über den Klimaleugner. "Er setzt auf Öl, aber schon jetzt wird mehr Energie aus Sonnenstrom produziert, das ist die Zukunft." Und sei zudem weit billiger. "Früher mussten wir die Menschen überzeugen, nun müssen sie nur auf die Stromrechnung schauen."

Harte Kritik an Donald Trump

Kamala Harris sorgte für tosenden Applaus in der Hofburg. © Andreas Tischler / Vienna Press
“Der Krieg ist nur einer Selbstgefälligkeit geschuldet!”

Kamala Harris

Harte Kritik äußerte Kamala Harris auch an Trumps Kriegs-Politik. "Was auch immer verhandelt wurde, der Präsident wird sich zum Sieger erklären, aber wir werden dort landen, wo wir nach dem JCPOA waren", so Harris über den Iran-Atomdeal 2015, aus dem Trump ausgestiegen war. Ob sie als Präsidentin den Krieg gegen den Iran begonnen hätte, will schließlich der Moderator wissen. "Auf gar keinen Fall!", erwidert Kamala. Denn der Krieg sei lediglich der "Selbstgefälligkeit" des Amtsinhabers geschuldet, ein reiner "Krieg der Wahl". Stichwort Wahl: Für die Kongresswahl im November gibt sich die Demokratin zuversichtlich: "Die Menschen sind zutiefst unglücklich mit dieser Regierung. Ich habe keine Fragen oder Zweifel, dass wir die Midterms gewinnen werden." Zudem sei sie sich sicher, dass die Transformation der Energieversorgung völlig unabhängig von politischen Machthabern und -wechseln unaufhaltsam weitergehe. "Die Energiewende muss nicht mehr versprochen werden – sie findet bereits statt. Und das Gute an der Generation Z ist, dass sie wahnsinnig ungeduldig ist."

Positive Vibes in Sachen Energiewende

Arnie mit Freundin Heather Milligan und der ehemaligen US-Vizepräsidentin. © APA/AFP/JOE KLAMAR

Postive Vibes, die im Sinne von "Mr. Unstoppable" Arnold Schwarzenegger sind und auch sichtlich dem Publikum gefielen. Mit hochgerissenen Armen bedankten sich Arnie und Kamala für den minutenlangen Applaus. Ganz wie es sich für (Climate) Action Heroes gehört.