Wirbel im Publikum

Kanzler Stocker sorgt mit Aussage für Proteste

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Eine Bürgerveranstaltung in Salzburg sorgt für Diskussionen: Aussagen von Kanzler Christian Stocker zu Kinderbetreuung und Wohnraum stießen auf direkten Widerstand.
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Bei einer Bürgerveranstaltung im Salzburger Hotel Imlauer reagierte Bundeskanzler Christian Stocker auf die Frage einer Teilnehmerin zur finanziellen Unterstützung von Müttern. Die Fragestellerin betonte, dass Mütter in Österreich wöchentlich etwa 96 Stunden unbezahlte Kinderbetreuung leisten. Stocker entgegnete darauf: "Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit. Kinderbetreuung würde ich nicht als Arbeit sehen. Ich habe meine Kinder nicht als Rechenbeispiele erzogen."

Protest im Saal und Widerspruch

Im Publikum regte sich umgehend lautstarker Widerstand. Auch Moderatorin Arabella Kiesbauer widersprach dem Kanzler offen. Sie erklärte, dass das System ohne die Leistungen der Mütter nicht funktioniere, und forderte eine gerechtere Aufteilung sowie mehr Anerkennung, wofür sie Applaus aus dem Saal erhielt.

Kritik bei Thema Wohnen

Unter Druck geriet Stocker zudem bei der Frage nach leistbarem Wohnraum für einen 25-Jährigen in Salzburg. Der Kanzler verwies auf das Umland und erwähnte dort wohnende Verwandte, konnte jedoch den genauen Ort dieser Wohnungen nicht nennen.

Klarstellung aus dem Kanzleramt

Das Bundeskanzleramt bemühte sich nach der Veranstaltung um Aufklärung. Ein Sprecher stellte gegenüber dem "Standard" klar, dass Stocker nicht infrage stellen wollte, dass Kinderbetreuung "extrem viel Arbeit" sei. Der Kanzler habe lediglich ausdrücken wollen, dass Kinder nicht "materialisiert" oder als "Rechenbeispiel" betrachtet werden sollten. Die Aussagen wurden in sozialen Netzwerken sowie in der Politik rasch aufgegriffen und kritisiert.