2021

Kurz muss gehen – Sturm auf das Kapitol erschüttert die USA

Sebastian Kurz tritt zum zweiten Mal als Bundeskanzler ab, radikale Trump-Anhänger stürmen das US-Kapitol und die Taliban übernehmen wieder die Macht in Afghanistan. Während die Corona-Impfung Hoffnung und heftige Debatten bringt, erlebt Graz mit Elke Kahr eine politische Sensation.
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2021 wird für Sebastian Kurz zum politischen Schicksalsjahr. Eine Chat-Affäre rund um seinen früheren Vertrauten Thomas Schmid setzt den Bundeskanzler massiv unter Druck. Es kommt zu einer Razzia im Kanzleramt sowie zu Durchsuchungen in der ÖVP-Zentrale und bei Kurz-Vertrauten.

Im Oktober zieht Kurz schließlich die Konsequenzen. Er macht, wie er selbst sagt, einen "Schritt zur Seite" und übergibt das Kanzleramt an Außenminister Alexander Schallenberg. Zunächst bleibt Kurz ÖVP-Chef und Klubobmann, im Dezember folgt dann der vollständige Rückzug aus der Politik.

Trump-Anhänger stürmen das Kapitol

Bereits zu Jahresbeginn blickt die Welt fassungslos nach Washington. Am 6. Jänner stürmen Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump das Kapitol. Sie wollen die Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden verhindern.

Die Bilder von Demonstranten im Herzen der amerikanischen Demokratie gehen um die Welt. Es kommt zu Gewalt und Todesopfern. Der Versuch, die Machtübergabe zu verhindern, scheitert.

Taliban erobern Afghanistan zurück

Dramatische Bilder kommen im Sommer auch aus Afghanistan. Nach dem Abzug internationaler Truppen erobern die Taliban in kurzer Zeit weite Teile des Landes und übernehmen wieder die Macht.

Corona-Impfung startet – und spaltet das Land

Nach dem Corona-Schock des Vorjahres steht 2021 zunächst im Zeichen der Impfung. Zu Beginn ist der Andrang groß. Gleichzeitig sorgen Berichte über Menschen, die sich vorzeitig eine Dosis sichern, für Diskussionen.

Im Laufe des Jahres schlägt die Stimmung teilweise um. Skepsis wächst, es kommt zu Protesten gegen die Corona-Maßnahmen und Impfungen. Im Herbst werden angesichts der angespannten Pandemie-Lage weitere Verschärfungen diskutiert und umgesetzt.

Polit-Sensation: Elke Kahr erobert Graz

Eine der größten politischen Überraschungen des Jahres kommt aus Graz. Die KPÖ überholt bei der Gemeinderatswahl die ÖVP von Langzeitbürgermeister Siegfried Nagl.

Elke Kahr wird in der Folge Bürgermeisterin und damit die erste kommunistische Stadtchefin von Graz.

Kickl übernimmt die FPÖ

Auch bei den Freiheitlichen kommt es zu einem Machtwechsel. Norbert Hofer tritt als FPÖ-Chef zurück. Herbert Kickl übernimmt und wird bei einem außerordentlichen Parteitag in Wiener Neustadt mit 88,2 Prozent der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden gewählt.

Todesflut verwüstet Deutschland

Im Juli sorgen extreme Regenfälle für eine Jahrhundertkatastrophe in Deutschland. Ganze Orte werden von den Wassermassen verwüstet. 184 Menschen sterben, die Schäden gehen in die Milliarden. Auch in Österreich wächst damals die Sorge vor schweren Überschwemmungen.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau am Filmset

Ein tragischer Unfall erschüttert Hollywood. Bei Dreharbeiten löst sich aus einer von Schauspieler Alec Baldwin gehaltenen Filmwaffe ein Schuss. Kamerafrau Halyna Hutchins wird tödlich getroffen. Der Fall beschäftigt Justiz und Öffentlichkeit noch lange danach.

2021 bleibt damit als weiteres Jahr der Krisen und politischen Umbrüche in Erinnerung: Sebastian Kurz verliert zum zweiten Mal das Kanzleramt und zieht sich schließlich ganz aus der Politik zurück. Trump-Anhänger stürmen das US-Kapitol, die Taliban übernehmen Afghanistan und die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Alltag. Gleichzeitig schreibt Elke Kahr mit ihrem Wahlerfolg in Graz österreichische Polit-Geschichte – und Herbert Kickl übernimmt die Führung der FPÖ.