FPÖ
"Lässige Haxn": Kickl spottet über Zeiler
Am Montag machte sich FPÖ-Chef Herbert Kickl im Nationalrat über den aktuellen Zustand der Sozialdemokratie lustig. Zuvor hatte der 71-jährige Medienmanager Gerhard Zeiler angekündigt, den SPÖ-Parteivorsitz übernehmen zu wollen. Die Genossen stehen damit wieder einmal vor einer Zerreißprobe, die Kickl für Spott und Hohn nutzte.
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Spott über rote Umfaller
Dem Chef der Freiheitlichen würden die Abgeordneten im Hohen Haus besonders leidtun. Er zählte die "opportunistischen Umfaller" der Parteibasis der vergangenen Jahre auf – von Pamela Rendi-Wagner auf Hans Peter Doskozil und wenig später von Doskozil auf Andreas Babler. Kickl spottete: "Und jetzt ist schon wieder keine Ruhe, möglicherweise muss man schon wieder opportunistisch umfallen – dieses Mal vom Marxismus zum Kapitalismus amerikanischer Prägung." Aus dem SPÖ-Motto "Klassenkampf ist super" sei aus seiner Sicht nun "Klassenkampf ist gaga" geworden.
Die Parolen unter Babler hätten sich demnach stark verändert. "Die neue Parole lautet jetzt: Multimillionäre sind ganz lässige Haxn, die besten Sozialdemokraten, die es überhaupt gibt, die Lichtgestalten des Sozialismus", so Kickl süffisant. Einen Seitenhieb auf Zeilers Alter gab es ebenfalls: Die roten Lichtgestalten seien die Allerbesten, "wenn sie dann aus der Altersklasse 70+ kommen". Kickl schloss mit dem Satz: "Ganz Österreich weiß, dass die meisten Windräder im Land nicht irgendwo draußen in der Natur stehen, sondern sich in den Reihen der Sozialdemokratie befinden."
Kucher kontert Kickls Aussagen
Der rote Konter ließ nicht lange auf sich warten. SPÖ-Klubobmann Philip Kucher konterte den spöttischen Bemerkungen prompt und verwies auf Kickls Umgang mit seinen eigenen Vorgängern: "Kickl hat Norbert Hofer als Parteichef abmontiert, während dieser auf Reha war. Bei Heinz-Christian Strache hat Kickl plötzlich nicht mehr gewusst, dass er ihn überhaupt gekannt hat."