Online-Horror

Mädchen (14) tot: Polizei nimmt Online-Sadisten fest

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Ein 14-jähriges Mädchen aus den USA ist tot, ein 18-Jähriger aus Hamburg wurde festgenommen. Er soll die Jugendliche im Internet massiv unter Druck gesetzt und zu schweren Selbstverletzungen gebracht haben.
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Die Ermittler vermuten Verbindungen zu einem internationalen Sadisten-Netzwerk.

Festnahme nach Ermittlungen des FBI

Der 18-jährige Deutsche wurde am Donnerstag, dem 22. Oktober, von Einsatzkräften des Hamburger Landeskriminalamts festgenommen. Gleichzeitig durchsuchten die Ermittler seine Wohnung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord in mittelbarer Täterschaft vor.

Laut den bisherigen Ermittlungsergebnissen soll der Beschuldigte zwischen September und Oktober über die Online-Plattform Discord Kontakt zu einer psychisch labilen 14-jährigen US-Amerikanerin gehabt haben. Dabei soll er erheblichen psychischen Druck auf das Mädchen ausgeübt haben.

Mädchen soll sich schwer verletzt haben

Der Jugendliche soll die 14-Jährige dazu gebracht haben, sich schwere Schnittverletzungen zuzufügen. Mit ihrem Blut soll sie außerdem sein Pseudonym "Kaz" sowie den Namen der Gruppierung "NMK" an Wände geschrieben haben. Wenige Tage später erhängte sich das Mädchen.

Die Ermittler gehen inzwischen von einem dringenden Mordverdacht in mittelbarer Täterschaft aus. Das bedeutet, dass der Beschuldigte das Mädchen nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft zu einer Handlung gebracht haben soll, die zu ihrem Tod führte. Die Ermittlungen wurden durch Hinweise des FBI und des US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children ins Rollen gebracht.

Verbindung zu internationalem Sadisten-Netzwerk?

Die Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang mit der Online-Gruppierung "Nefarious Maniac Kult" (NMK). Dabei soll es sich um eine Splittergruppe des Netzwerks "764" handeln. Dessen Mitglieder sollen gezielt nach besonders verletzlichen Jugendlichen suchen und sie im Internet manipulieren. In einigen Fällen sollen Betroffene zu schweren Selbstverletzungen gedrängt worden sein.

Weiterer Fall in Deutschland

Auch in Baden-Württemberg gibt es Ermittlungen mit mutmaßlichem NMK-Bezug. Dort wurde gegen einen inzwischen 17-Jährigen aus dem Landkreis Ludwigsburg Anklage erhoben. Er soll der Gruppierung angehört und mindestens zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren kontaktiert haben. Die mutmaßlichen Opfer leben in Kanada, Schweden und den USA.

Dem Jugendlichen werden unter anderem sexueller Missbrauch, gefährliche Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft und die Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er war bereits im Oktober des Vorjahres festgenommen und nach der Untersuchungshaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden.

Die Ermittlungen im Hamburger Fall laufen weiter. Der 18-Jährige ist laut Staatsanwaltschaft nicht vorbestraft. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.