Kurzzeitvermietungen

Margareten entfernt Airbnb-Schlüsselboxen

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In Margareten werden unerlaubt montierte Schlüsselboxen für kurzfristig an Touristen vermietete Wohnungen entfernt. Der Bezirk setzt dabei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
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Margareten geht gegen Schlüsselboxen vor, über die Gäste Zugang zu kurzfristig vermieteten Wohnungen bekommen. Die Bezirksvorstehung lässt die Mini-Tresore entfernen, die etwa an Geländern, Fahrradständern oder anderen öffentlichen Einrichtungen illegal angebracht wurden. Auch die Bevölkerung soll dabei helfen, solche Fälle aufzuspüren.

"Wohnraum darf nicht zum Spekulationsobjekt werden, und der öffentliche Raum ist kein Ort für die Abwicklung von Kurzzeitvermietungen", sagt Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne). Die gemeldeten Boxen werden geprüft und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten von den zuständigen Magistratsdienststellen entfernt.

Meldungen direkt an den Bezirk

Wer eine Schlüsselbox im öffentlichen Raum entdeckt, kann den Standort per Mail an post@bv05.wien.gv.at an die Bezirksvorstehung melden. Hilfreich sind eine möglichst genaue Ortsangabe und ein Foto. Nach der Prüfung leitet der Bezirk die weiteren Schritte ein. Für Luxenberger geht es dabei nicht nur um unerlaubte Boxen.

Der Bezirk will auch ein Zeichen gegen die zunehmende Nutzung von Wohnungen für touristische Kurzzeitvermietungen setzen. "Wir wollen, dass der öffentliche Raum für die Margaretnerinnen und Margaretner da ist, für Begegnungen und gelebte Nachbarschaft", sagt Luxenberger. Gleichzeitig setzt sich die Bezirksvorstehung dafür ein, leistbaren Wohnraum in Margareten zu erhalten.

Stadt plant weitere Verschärfungen

In Wien sollen die Regeln für Kurzzeitvermietungen weiter verschärft werden. Geplant ist ein verpflichtendes Register für Vermieter. Inserate sollen künftig nur noch mit einer gültigen Registrierungsnummer angeboten werden dürfen. Auch Plattformen wie Airbnb oder Booking.com sollen die Angaben kontrollieren und ungültige Angebote entfernen müssen. Zu den geplanten Sanktionen sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), er könne sich Strafen von bis zu 50.000 Euro für gewerbliche Anbieter vorstellen.

Seit Juli 2024 gelten bereits strengere Vorgaben. Eine touristische Vermietung über mehr als 90 Tage im Jahr ist grundsätzlich nur mit Ausnahmebewilligung möglich. Zusätzlich will die Stadt verhindern, dass ganze Wohnhäuser zu Beherbergungsstätten umgewidmet werden. Künftig sollen mindestens 80 Prozent der Nutzfläche Wohnzwecken dienen. Die Grünen kritisieren, dass der Boom bei touristischen Kurzzeitvermietungen dennoch weitergehe.

Nach ihren Angaben werden mehr als 14.000 Wohnungen in Wien dauerhaft als Tourismusappartements angeboten. Zudem seien 2025 insgesamt 305 Anträge auf Umwidmung gestellt worden, 132 davon wurden bereits bewilligt.