Neue Umfrage

Mehrheit in Österreich für EU-Berufsheer

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Die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher steht einer stärkeren militärischen Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union positiv gegenüber.
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60 Prozent würden gemäß einer Gallup-Umfrage im Auftrag des Außenministeriums ein europäisches Berufsheer sehr oder eher positiv sehen. Der Idee einer europäischen Verteidigungsunion stehen sogar drei Viertel wohlwollend gegenüber. Ebenso viele befürworten eine gemeinsame Beschaffung.

In der Befragung bewerteten 27 Prozent die Idee einer europäischen Verteidigungsunion sehr positiv und weitere 46 Prozent eher positiv. Die größte Zustimmung zeigte sich dabei bei den jungen Menschen (16-30 Jahre) mit insgesamt 82 Prozent positiv Gesinnten. Männer sind der Idee deutlich wohler gesonnen als Frauen. Am zurückhaltendsten ist die Gruppe der 46 bis 60-Jährigen, wo 60 Prozent eine Verteidigungsunion sehr oder eher positiv beurteilen würden.

Mehrheit für EU-Berufsarmee

Eine gemeinsame Beschaffung bei der Verteidigung etwa im Bereich Luftraumüberwachung bewerten 32 Prozent sehr positiv und 41 Prozent eher positiv. Auch hier sind die 16 bis 30-Jährigen mit gesamt 85 Prozent jene mit der größten Zustimmung. Bei der Frage zu einem europäischen Berufsheer sind die Österreicherinnen und Österreicher zurückhaltender, dennoch steht eine Mehrheit einem solchen positiv gegenüber. Konkret beurteilten 22 Prozent ein EU-Heer sehr positiv und 38 Prozent eher positiv. Auch hier ist die Begeisterung bei jungen Menschen und Männern höher.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sieht sich durch die Ergebnisse der Studie in ihrer Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit in der EU bei der Verteidigung bestätigt. "Gemeinsame Beschaffung und gemeinsame Planung sind kein Widerspruch zu unserer Neutralität - sie sind die Basis, damit sich Europa in Zukunft eigenständig verteidigen kann. Verteidigungsfähigkeit ist die Voraussetzung für Frieden. Wer Frieden will, muss ihn schützen können", so Meinl-Reisinger in einer Stellungnahme.

Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen 24. August und 4. September 1.000 Personen ab 16 Jahren befragt.