Ernüchterung

Menowin Fröhlich: Bittere Abrechnung mit DSDS

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Der erhoffte große Karrieresprung nach dem Triumph bei "Deutschland sucht den Superstar" ist für Menowin Fröhlich ausgeblieben. Nach dem Misserfolg der Siegersingle trennten sich der Sänger und seine Plattenfirma vorzeitig.
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Im Mai sicherte sich Menowin Fröhlich den ersten Platz bei der bekannten Castingshow DSDS. Nach Jahren voller persönlicher Höhen, schwerer Abstürze und wiederholter Comebackversuche sollte der Sieg den endgültigen Durchbruch im deutschsprachigen Musikgeschäft markieren. Die Realität nach dem Finale entwickelte sich jedoch völlig anders als erhofft. Die gemeinsam mit dem Berliner Plattenlabel Embassy of Music veröffentlichte Siegersingle "Mercy On Me" verfehlte den Einstieg in die Top 100 der offiziellen Single-Charts deutlich.

Obwohl das Label damals noch versicherte, gemeinsam mit dem Künstler an weiteren Schritten zu arbeiten, folgten keine weiteren Veröffentlichungen mehr. Fröhlich zog nun eine schonungslose Bilanz: "Ganz ehrlich: Ich hätte mir nach meinem DSDS-Sieg wesentlich mehr vorgestellt." Mittlerweile haben beide Parteien einen formellen Aufhebungsvertrag unterzeichnet. Auf konkrete Nachfragen zu den Gründen und Vorwürfen reagierte ein führender Mitarbeiter des Labels äußerst zurückhaltend und bestätigte lediglich knapp, die Trennung sei "einvernehmlich" erfolgt.

Schwere Vorwürfe wegen mangelnder professioneller Unterstützung

Der Sänger beklagt öffentlich ein massives Umsetzungsdefizit seitens der damaligen Partner. Er selbst habe viel Engagement in die Neuausrichtung seiner musikalischen Laufbahn investiert, sei jedoch im Stich gelassen worden: "Ich habe eigene Outfits entwickelt, Songideen eingebracht und selbst Songs geschrieben. Was mir gefehlt hat, war die Umsetzung." Fröhlich plante ursprünglich, im Schlagerbereich Fuß zu fassen und ein komplettes Album auf den Markt zu bringen: "Und genau deshalb war es für mich irgendwann schwer nachvollziehbar, warum daraus so wenig geworden ist."

Besonders bitter für den Sieger: Nach dem TV-Finale habe es "keinen einzigen musikalischen Auftritt" gegeben. Menowin Fröhlich führt diesen Stillstand auf fehlende Rahmenbedingungen zurück

Weihnachtszirkus, Sido-Feature und neue Musikpläne

Trotz des herben Rückschlags blickt Fröhlich wieder nach vorne: "Ich bin jetzt wieder frei, meinen Weg so zu gehen, wie ich ihn für richtig halte." Wie er aktuell seinen Lebensunterhalt bestreitet und ob noch Reste der DSDS-Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro vorhanden sind, lässt er offen. Für die kommenden Monate stehen jedoch bereits feste Engagements fest. Im Dezember wird der Künstler in insgesamt 20 Vorstellungen im Erfurter Weihnachtszirkus auftreten.

Zudem steht ein bemerkenswertes musikalisches Wiedersehen bevor: Fröhlich wird auf dem neuen Album seines Großcousins, des Rappers Sido, zu hören sein, das am 27. November erscheint. Zwischen den beiden Künstlern hatte zuvor über einen langen Zeitraum Funkstille geherrscht. "Dass wir unsere Verbindung und unsere jeweiligen Wege miteinander in Einklang bringen konnten, bedeutet mir sehr viel", erklärt Fröhlich und betont: "Für mich steht im ersten Moment nicht der Song oder das Album im Vordergrund, sondern das Familiäre, das Vertrauen und die gemeinsame Zeit. Gerade nach allem, was in meinem Leben passiert ist, bin ich dafür besonders dankbar."

Musikalisch hat der Sänger sein Ziel keineswegs aufgegeben. Künftig möchte er Schlager mit Gospel-Elementen produzieren. An Selbstvertrauen mangelt es Fröhlich trotz aller Hürden nicht: "Ich weiß, dass ich einer der Besten in Deutschland bin."