Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) spricht im oe24.TV-Interview mit Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel Klartext.
oe24: Ihr Kollege Thomas Stelzer in Oberösterreich und Sie seien sehr nervös, was die schlechte Performance der Bundesregierung angehe. Hätten Sie lieber, dass die ÖVP aus dieser Bundesregierung aussteigt?
Es geht ja nicht um einen Gemütszustand von Thomas Stelzer und mir. Es geht darum, was bei den Menschen ankommt. Und die sagen: Die Bundesregierung muss besser werden. Und diese Einschätzung unserer Landsleute teile ich. Die Streitereien will keiner. Darum gehen wir in Niederösterreich unseren eigenständigen Weg. Es müssen Ergebnisse geliefert werden, die zählen und die den Menschen nützen. Es muss allen in der Bunderegierung klar werden: Ein erfolgreiche Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik. Ehemaligen SPÖ-Granden wie Hannes Androsch haben das noch bewusst gelebt.
“Es muss allen in der Bunderegierung klar werden: Ein erfolgreiche Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik.”
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP)
Oberösterreich gibt es Umfragen, dass die Freiheitlichen schon vor der ÖVP liegen. In Niederösterreich ist die FPÖ angeblich auch stark im Steigen. Hat das mit dem Bund zu tun?
In Niederösterreich können wir die Werte trotz sinkender Umfragen des Bundes seit drei Jahren stabil halten. Und zwei Drittel der Landsleute sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das ist eine Bestätigung für unseren eigenständigen Weg in Niederösterreich. Aber bin ich deshalb mit der Gesamtsituation zufrieden? Sicher nicht. Der Gegenwind von der Bundesebene ist groß und das muss für ganz Österreich wieder besser werden.
Wie läuft Ihre Koalition mit der FPÖ und Udo Landbauer?
Wir arbeiten In der Landesregierung partnerschaftlich und professionell zusammen. Und wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, dann reden wir uns das aus. Von unseren Landsleuten wird diese Form der Zusammenarbeit jedenfalls sehr geschätzt.