Werkstatt-Alarm

Motorausfall droht: Riesen-Rückruf bei Mercedes

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Wegen eines fehlerhaften Bauteils im Motorraum muss der deutsche Premium-Hersteller Mercedes-Benz weltweit über 23.000 Fahrzeuge zurückrufen. Ein falsch montiertes Schutzblech kann hierbei die Kraftstoffleitung durchscheuern und während der Fahrt zu einem plötzlichen, gefährlichen Ausfall des Antriebs führen.
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Der deutsche Premium-Hersteller Mercedes-Benz hat einen massiven, weltweiten Rückruf für tausende Fahrzeuge gestartet. Wegen eines fehlerhaften Bauteils im Motorraum droht bei den betroffenen Autos ein plötzlicher Verlust des Antriebs, was zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen kann.

Defektes Schutzblech legt den Motor lahm

Konkret betrifft der aktuelle Rückruf weltweit exakt 23.606 Fahrzeuge der Baureihe 167, wie nun "GIGA" berichtet. Auf den heimischen Straßen beziehungsweise in Deutschland sind davon laut offiziellen Angaben 6.772 Autos betroffen. Der Grund für die außerplanmäßige Werkstatt-Aktion ist ein technischer Fehler im Motorraum, der schwerwiegende Folgen haben kann: Ein falsch eingebautes Schutzblech scheuert im Laufe der Zeit an der Kraftstoffleitung. Durch diese ständige Reibung kann die Leitung beschädigt werden, was wiederum dazu führt, dass Treibstoff unkontrolliert austritt.

In weiterer Folge kommt es zu einem drastischen Druckabfall im Kraftstoffsystem, wodurch der Motor nicht mehr mit ausreichend Treibstoff versorgt wird. Das Fahrzeug verliert in diesem Fall völlig unerwartet und ohne jede Vorwarnung seinen Antrieb. Autofahrer können das Fahrzeug dann weder beschleunigen noch das aktuelle Tempo aufrechterhalten, was insbesondere im dichten Stadtverkehr oder auf schnellen Autobahnen ein enormes Sicherheitsrisiko darstellt. Ein abrupter Geschwindigkeitsverlust kann nachfolgende Verkehrsteilnehmer überraschen und im schlimmsten Fall schwere Auffahrunfälle verursachen.

Diese Modelle und Baujahre sind betroffen

Der Rückruf betrifft einen genau definierten Produktionszeitraum der Baureihe 167. Betroffene Fahrzeughalter sollten daher dringend prüfen, wann ihr Auto vom Band gelaufen ist.

Die wichtigsten Details zum betroffenen Produktionszeitraum:

  • Herstellungszeitraum: Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 29. August 2022 und dem 3. September 2025 produziert.
  • Modellreihe: Es handelt sich ausschließlich um Modelle der bekannten Mercedes-Baureihe 167.
  • Referenznummer: Der offizielle Rückruf wird unter der herstellereigenen Referenznummer 16925R geführt.

Das müssen betroffene Autofahrer jetzt tun

Mercedes-Benz kontaktiert die betroffenen Fahrzeughalter in der Regel direkt, um einen raschen Termin in einer autorisierten Vertragswerkstatt zu vereinbaren. Wer jedoch nicht auf den Brief des Herstellers warten möchte, kann die Betroffenheit des eigenen Autos auch selbstständig überprüfen. Auf der offiziellen Website von Mercedes-Benz steht hierfür ein Online-Tool zur Verfügung. Durch die Eingabe der individuellen Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) lässt sich innerhalb weniger Sekunden ermitteln, ob das eigene Auto von dem Problem betroffen ist.

In der Werkstatt überprüfen die Mechaniker das verdächtige Schutzblech sowie die Kraftstoffleitung im Detail. Sollte ein Fehler vorliegen, werden die defekten Komponenten umgehend ausgetauscht oder fachgerecht repariert. Für die Kunden ist dieser gesamte Service im Rahmen des Rückrufs selbstverständlich vollkommen kostenlos.

Pannen-Serie bei Mercedes reißt nicht ab

Dieser erneute Rückruf fügt sich in eine Reihe von technischen Problemen ein, mit denen der Stuttgarter Autobauer in den vergangenen Monaten zu kämpfen hatte. Erst im Sommer 2025 musste Mercedes-Benz weltweit rund 60.000 Fahrzeuge wegen potenziell fehlerhafter Airbags zurückrufen, die im Ernstfall nicht ordnungsgemäß ausgelöst hätten. Nur wenige Monate vor diesem Airbag-Dilemma gab es bereits eine weitere große Rückrufaktion des Herstellers. Damals handelte es sich um ein massives Sicherheitsrisiko durch nicht fest genug angezogene Radbolzen, was im schlimmsten Fall zum Verlust eines Rades während der Fahrt hätte führen können.

Der aktuelle Vorfall mit der beschädigten Kraftstoffleitung zeigt einmal mehr, wie anfällig moderne, hochkomplexe Fahrzeuge für kleine Montagefehler in der Produktion sein können. Mercedes-Benz bemüht sich nun um eine schnelle Aufarbeitung, um das Vertrauen der betroffenen Kunden schnellstmöglich wieder zurückzugewinnen.