Spezial-Show

Mross packt bei Raab über ARD-Aus aus!

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Beim gemeinsamen Show-Event "Großes Stefan-Fest" sorgten Stefan Raab und Stefan Mross am Donnerstagabend für beste Unterhaltung. Neben schonungslosen Lästereien über Heidi Klums Wiesn packte der Schlagerstar erstmals über die Hintergründe seines Ausstiegs bei der ARD aus.
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Die Fernsehzuschauer staunten am Donnerstagabend nicht schlecht, als das Studio zum "Großen Stefan-Fest" erleuchtet wurde. Entgegen den gewohnten Abläufen eröffnete keineswegs Gastgeber Stefan Raab die Sendung, sondern Stefan Mross marschierte in traditioneller Lederhose auf die Bühne. Das Publikum im Saal empfing den Entertainer mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen, was Mross sofort zu einer ersten humorvollen Spitze verleitete: "Ihr dürft euch wieder niedersetzen, sonst komme ich mir vor wie Johannes Heesters hier."

Im Anschluss streute der beliebte Moderator seine legendäre Begrüßungsformel ein, die Millionen Fernsehzuschauer seit Jahren kennen: "Normalerweise heißt es ja immer: Einen wunderschönen guten Morgen live aus dem Europa-Park in Rust." Danach blickte er mit einem breiten Grinsen in die Kamera und nahm das veränderte Aussehen seines TV-Partners aufs Korn: "Warum schaut der Stefan Raab heute so geil aus? War er beim Friseur? Hat er sich was verpflanzen lassen? Hat er weniger Zähne? Nein, mein Name ist Stefan Mross und wir feiern heute das große Stefan-Fest."

Raab nimmt Heidi Klum und Naomi Campbell ins Visier

Als Stefan Raab die Bühne betrat, hatte der Entertainer bereits sein erstes Ziel anvisiert: das unmittelbar zuvor ausgestrahlte Format "HeidiFest" von Model-Mama Heidi Klum. Der Moderator zeigte sich spöttisch: "War das ein Fest! Was soll ich dazu sagen als RTL-Chef? Entschuldigung!" Mit gewohnt bissiger Ironie legte Raab sofort nach: "Da soll noch mal einer behaupten, sturzbesoffen könnte man kein Qualitätsfernsehen machen."

Besonders die Darbietung der schwedischen Kultband Rednex erntete gnadenlose Kritik von Raab, der einen eingespielten Ausschnitt trocken kommentierte: "Wenn Sie sich fragen, was da so geknallt hat: Das waren die Fernseher von den Nachbarn, die die aus den Fenstern geschmissen haben." Auch Supermodel Naomi Campbell am Mischpult bekam einen Seitenhieb ab: "Da hat sich die dreijährige Ausbildung an der Micaela-Schäfer-DJ-Universität gelohnt." Erst im gemeinsamen Gespräch wandelte sich der Ton, als sich Raab und Mross mit nostalgischem Respekt an Karl Moik und den legendären "Musikantenstadl" erinnerten.

Die Wahrheit über das Aus bei "Immer wieder sonntags"

Im weiteren Verlauf des Abends schlug die Unterhaltung eine deutlich ernstere Richtung ein, als es um das Ende von Stefan Mross bei der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" ging. Mehr als 300 Ausgaben lang hatte der Musiker die Erfolgsshow moderiert und während der monatelangen Produktionsphasen stets in seinem eigenen Camper direkt im Backstage-Bereich gewohnt. Mit einer Prise Selbstironie blickte Mross auf diese intensive Zeit zurück: "'Immer wieder sonntags' habe ich öfters gemacht als alles andere, als ich schon mal verheiratet war."

Nach seinem Abschied kam es hinter den Kulissen jedoch zu spürbaren Verstimmungen, die schließlich ihren Weg in die Medien fanden. Mross bezog nun erstmals Stellung zu den Streitigkeiten: "Irgendwann muss man das Maul aufmachen, ich bin ja Bayer. Man darf nicht draufhauen." Seine persönliche Verärgerung habe er bewusst erst nach Ende der Sendung geäußert, denn "das geht ja öffentlich keinen was an".

Verrat durch Maulwürfe und bayerischer Ausklang

Dass die pikanten Interna dennoch an die Öffentlichkeit gelangten, kommentierte der Musiker nüchtern: "Es gibt halt Maulwürfe." Trotz der Querelen mit den Verantwortlichen bedankte sich der Schlagerstar ausdrücklich bei der ARD für die langjährige Partnerschaft. Raab ließ Mross dennoch nicht ohne einen letzten Seitenhieb davonkommen und frotzelte über dessen emotionale Abschiedssendung: "Warum hatte Semino Rossi, als er dir das Abschiedslied gesungen hat, nicht die Gitarre gestimmt?"

Zum großen Finale schalteten die beiden Namensvettern schließlich wieder auf heitere Festzelt-Stimmung um. Ganz nach bayerischer Tradition wurde ein echtes Fass Bier auf die Bühne gerollt und gemeinsam angestochen – ein zünftiger Schlusspunkt unter einen Fernsehabend, der zwischen frechen Witzen und überraschend ehrlichen Tönen pendelte.