Bürokratie-Hürde

Mucha kämpft um Asche von verstorbenem Freund

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Ein Todesfall löste bei einer jahrelangen Lebensgefährtin Verzweiflung aus: Ohne Testament sollte sie die Urne ihres Verstorbenen nicht erhalten. Ein Fall für Verleger Christian W. Mucha.
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Vor etwa zehn Tagen wandte sich die Lebensgefährtin des vor kurzem verstorbenen Albert D. hilfesuchend an Verleger Christian W. Mucha. Obwohl die Frau die Bestattung bezahlt hatte und der Mann eingeäschert worden war, verweigerten ihr die Behörden die Herausgabe der Urne. Als Grund wurde angeführt, dass ohne ein vorliegendes Testament für eine Lebensgefährtin grundsätzlich kein Anspruch bestehe. Dies galt trotz der Tatsache, dass das Paar jahrzehntelang zusammengelebt hatte und dies durch einen Meldezettel nachweisbar war.

Keine Urne ohne Testament

Daraufhin folgten zahlreiche Telefonate zwischen Christian W. Mucha, dem Magistrat und dem verantwortlichen Bestattungsunternehmen. Schließlich konnte der Fall doch noch geklärt werden, sodass die Betroffene die sterblichen Überreste ihres verstorbenen Partners nun abholen darf. Die Angelegenheit wurde somit auf kulantem Weg gelöst.

Christian und Ekaterina Mucha © privat

Kritik am bestehenden System

Aus Anlass dieses Vorfalls hinterfragt Mucha die bestehenden rechtlichen Regelungen im Umgang mit unverheirateten Partnern nach einem Todesfall. Er kritisiert das gegenwärtige System sowie die Praxis auf dem Bestattungsmarkt und fordert klare sowie menschliche Vorgaben anstelle von rein kulanten Einzelfallentscheidungen.