Ermittlungen

Nach CSD-Anschlag: Zweiter Verdächtiger wieder frei

© APA/dpa/Soeren Stache
Nach dem CSD-Anschlag in Berlin wurde ein zweiter Verdächtiger festgenommen. Der Iraner kam nun mangels Beweisen wieder frei, während der Generalbundesanwalt die weiteren Terror-Ermittlungen leitet.
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War der mutmaßliche Attentäter Abdul B. beim verheerenden Terror-Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day doch allein unterwegs? Die Ermittler gingen zunächst einem Hinweis nach, wonach sich möglicherweise eine weitere Person im Tatfahrzeug befunden haben könnte. Deshalb geriet zeitweise ein Iraner ins Visier der Fahnder und wurde festgenommen.

Verdacht gegen Iraner nicht erhärtet

Nach den bisherigen Ermittlungen fanden die Behörden jedoch keine ausreichenden Hinweise dafür, dass der Mann tatsächlich in das Tatgeschehen involviert war. Der anfängliche Verdacht, er habe sich im Fahrzeug befunden, bestätigte sich nicht. Wie "Bild" berichtet, wurde der Festgenommene daher wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Suche nach möglichen Mittätern läuft

Die Frage, ob Abdul B. bei dem Anschlag in Berlin Unterstützung hatte, beschäftigt die Beamten dennoch intensiv weiter. Inzwischen hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Dabei geht es auch um die Identifizierung möglicher Mittäter oder Helfer aus dem direkten Umfeld des Islamisten.

Alle Opfer außer Lebensgefahr

B. selbst ist bereits tot. Der 21-Jährige wurde am Sonntagabend bei einem Einsatz des SEK in einer Berliner Kleingartenkolonie erschossen, nachdem er laut Polizeiangaben mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen sein soll. Bei dem CSD-Anschlag am Samstagabend kam eine Frau ums Leben, 29 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Nach offiziellen Angaben der Polizei befinden sich inzwischen jedoch alle Opfer außer Lebensgefahr.