Erste Hilfe
Nach der großen Hitze: Jetzt braucht Ihr Garten DIESE 3 Dinge
Hitzewellen versetzen Pflanzen und Böden in einen Ausnahmezustand. Wenn jetzt der Regen kommt, ist das zwar Rettung, aber auch eine Herausforderung für die ausgetrocknete Erde. Wir zeigen Ihnen die drei goldenen Regeln, mit denen Sie Ihren Garten jetzt wieder zum Leben erwecken.
Ran an die Hacke
Haben Sie sich schon mal gewundert, warum das Wasser nach wochenlanger Trockenheit einfach an der Erde abperlt? Durch die Hitze backt die oberste Erdschicht zusammen und wird hart wie Beton. Wenn es jetzt regnet, fließt das kostbare Wasser einfach oberflächlich ab, anstatt zu den durstigen Wurzeln zu gelangen.
Was jetzt zu tun ist:
Schnappen Sie sich eine Hacke oder einen Grubber und lockern Sie die Beete vorsichtig auf. Durchbrechen Sie die harte Kruste: Das unterbricht die kapillare Verdunstung (wodurch das Wasser im Boden bleibt) und macht die Erde wieder aufnahmefähig für den kommenden Regen.
Verbranntes und Verwelktes muss weg
Ihre Hortensien lassen die Köpfe hängen? Die Rosen haben braune Ränder und viele Blätter sind knusprig verbrannt? Weg damit: Vertrocknete Blüten und sonnenverbrannte Blätter sind reiner Ballast für Ihre Pflanzen.
Was jetzt zu tun ist:
Greifen Sie zur Gartenschere. Putzen Sie verblühte Stauden aus und schneiden Sie verbrannte Pflanzenteile großzügig ab. Wenn auf vertrocknetes Laub nun Regen und Feuchtigkeit treffen, entsteht der perfekte Nährboden für Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Grauschimmel. Zudem kostet es die Pflanze unnötig Kraft, die abgestorbenen Teile zu versorgen. Ist der Ballast weg, lenkt die Pflanze ihre Energie sofort in neue, frische Triebe.
Der SOS-Plan für den Rasen
Der Rasen gleicht eher einer gelben Steppe als einem englischen Grün? Keine Panik, Gräser haben enorme Selbstheilungskräfte. Der größte Fehler wäre es jetzt jedoch, sofort mit der chemischen Keule (hochkonzentrierter Stickstoffdünger) anzurücken. Das würde die ohnehin gestressten Wurzeln komplett verbrennen.
Was jetzt zu tun ist:
Wässern Sie den Rasen (und tief wurzelnde Bäume/Sträucher) jetzt durchdringend, statt jeden Tag nur ein bisschen. Ein sanfter, langer Sprühregen in den Abendstunden dringt bis tief zu den Wurzeln vor. Warten Sie mit dem ersten Rasenmähen, bis das Gras wieder deutlich grün durchtreibt und stellen Sie den Mäher dann auf mindestens 5 bis 6 Zentimeter ein. Ein organischer Herbstdünger mit viel Kalium (stärkt die Zellwände) ist erst in ein paar Wochen das Mittel der Wahl.
Der Wechsel von extremer Hitze zu feuchtem, kühlerem Wetter ist ein kritischer Moment im Gartenjahr. Mit diesen drei simplen, aber wirkungsvollen Schritten leisten Sie die perfekte Erste Hilfe.