Grüne
Neuer Top-Job für Baerbock
Anfang September, wenn die 45-jährige Ex-Außenministerin ihre Amtszeit als Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen beendet hat, beginnt für sie ein neues Leben. Künftig wird Baerbock an der traditionsreichen Columbia University in New York unterrichten, die zuletzt mit Negativ-Schlagzeilen für Wirbel gesorgt hatte.
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Unruhen an der Elite-Uni
Die Elite-Hochschule stand Anfang 2024 im Zentrum gewalttätiger antiisraelischer Unruhen. Propalästinensische Studenten und Aktivisten hatten vor dem Gebäude ein Protestlager aufgebaut und Hörsäle gestürmt. Infolge der Krawalle, Polizeieinsätze und heftiger Kritik trat Rektorin Nemat "Minouche" Shafik im August 2024 zurück. Später strich die US-Regierung der Universität Fördergelder in Höhe von 400 Millionen Dollar. Die offizielle Begründung lautete damals, dass die Hochschule "angesichts der anhaltenden Belästigung jüdischer Studenten untätig geblieben" war.
Neuer Job als Instituts-Chefin
Baerbock wird an der Fakultät für internationale und öffentliche Angelegenheiten (SIPA) Co-Chefin eines Instituts und dort auch unterrichten. Studenten können einen "Master of Public Administration" im Fach "Globale Führung" erwerben. Das zehnmonatige Programm richtet sich an Personen mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung, die "ihre Führungsqualitäten verbessern" wollen. Auf der Webseite der Uni heißt es dazu passend: "Lernen Sie von globalen Führungskräften."
Dozentin ohne regulären akademischen Titel
Die frühere Grünen-Politikerin wird den Titel "Prof. of Professional Practice" tragen. Dieser wurde speziell für Experten mit herausragenden beruflichen Leistungen außerhalb der Wissenschaft geschaffen, da Baerbock keinen akademischen Titel hat, der ihr eine reguläre Professoren-Stelle ermöglichen würde. Die Uni-Stelle ist ein Vollzeit-Job und auf drei Jahre angelegt. Derzeit bereitet sich Baerbock mit ihren beiden 11- und 14-jährigen Töchtern auf ihr Leben als Privatperson vor. Wie bei allen Diplomaten endet mit ihrer Tätigkeit für die UN auch jede Verbindung zu den Vereinten Nationen, zum Auswärtigen Amt – und damit auch zum deutschen Steuerzahler.