Zöchling will antreten

Neuwahl-Gerüchte: Geheimplan für neue Liste

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Unternehmer Stephan Zöchling sondiert gerade mit potenziellen Geldgebern für seine Partei. Sein Antreten würde die ÖVP in ein Dilemma bringen und könnte eine rasche Neuwahl befeuern.
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In der Regierung geht nach dem Chaos-Teilrückzug von Andreas Babler das Neuwahl-Gespenst um. Vor allem innerhalb der ÖVP gibt es Stimmen, die sich dafür aussprechen das SPÖ-Chaos als Exitszenario für eine rasche Neuwahl zu nützen.

Weiteren Aufwind könnten diese Kräfte in der ÖVP nun dadurch erhalten, dass sich scheinbar ein weiterer Player ein Antreten bei der Wahl überlegt, der durchaus im ÖVP-Wählerteich fischen würde: Der Unternehmer und Remus-Eigentümer Stephan Zöchling bereitet sich laut oe24-Informationen mit seiner Plattform "Zusammen stärker" auf Neuwahlen vor und überlegt mit einer "Liste Zöchling" anzutreten.

ÖVP-Stratege an Board

Wie oe24 erfuhr, hat Zöchling mit Philip Ita einen langjährigen ÖVP-Vertrauten als Parteistratege an Board, der unter anderem Kabinettschef bei den ÖVP-Ministern Ernst Strasser und Liese Prokopp war.

Finanzstarke Unterstützer im Umfeld

Zöchling soll sich bereits mit mehreren Industriellen auf die Finanzierung dieser Liste verständigt haben, in den letzten Tagen dürften gleich mehrere Gespräche stattgefunden haben. Zu Zöchlings Vertrauten zählen die Unternehmer Sigi Wolf und Hans Peter Haselsteiner, Ex-IKG-Chef Ariel Muzicant, der Industrielle Cornelius Grupp, Ex-Erste-Bank-Boss Andreas Treichl, der ehemalige ÖVP-Abgeordnete Martin Engelberg und der Immobilien-Unternehmer Daniel Jelitzka. Auch mit dem Lager rund um Ex-ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz pflegt Zöchling gute Kontakte.

Kurz-Agentur managt Zöchling-Kampagne

Mit seiner Plattform "Zusammen stärker" ist der Remus-Chef jedenfalls schon jetzt in den Sozialen Medien auffallend aktiv, hat dort mehr als 25.000 Follower und produziert einen wöchentlichen Podcast mit Unterstützung des "Campaigning Bureau", das einst für die Wahlkampf-Kampagne von Sebastian Kurz verantwortlich war. Die Kosten dafür zahlt er laut Eigenangaben großteils selbst.

Zöchling: "Weg für Neuwahlen freimachen!"

Gegenüber oe24 will Zöchling sein Antreten bei einer Wahl zwar nicht bestätigen, sprich sich aber jedenfalls für Neuwahlen aus: "Diese Farce, die sich in dieser Regierung und insbesondere in der SPÖ abspielt ist den Österreicherinnen und Österreichern nicht mehr zumutbar! Neuwahlen sind die einzige Chance für Österreich und die Zukunft dieses Landes. Wenn Herr Bundeskanzler Stocker die durch die SPÖ verursachte Blockade beenden möchte, muss er den Weg für Neuwahlen freimachen!"

Bei ÖVP und NEOS beobachtet man die Umtriebe Zöchlings mit Argusaugen. Ein ÖVP-Insider: "Eine wirtschaftsnahe Liste, die bei ÖVP und NEOS fischt, wäre sehr unangenehm. Bei schnellen Neuwahlen würden wir Zöchling aber wohl am falschen Fuß erwischen."