Quanten-Computing
Oberösterreich und Bayern schmieden Hightech-Allianz
"Europa wird den internationalen Technologiewettbewerb nicht mit Klein-Klein gewinnen. Wir müssen unsere Stärken bündeln. Genau das machen Oberösterreich und Bayern: Wir verbinden Know-how, Köpfe und Rechenleistung über Grenzen hinweg und schaffen damit die Grundlage für neue Forschung, Innovation und Wertschöpfung. Unser gemeinsames Ziel muss sein, technologische Kompetenz, Produktion und Arbeitsplätze in Europa zu halten und neue nach Europa zu holen", sagte LHThomas Stelzer (ÖVP) bei einer Delegationsreise in München.
Oberösterreich und Bayern vertiefen daher ihre Zusammenarbeit in zentralen Zukunftstechnologien. Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) schließen eine strategische Kooperation in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und Quantencomputing. Damit sollen Forschung, Know-how und technologische Infrastruktur beider Regionen noch enger miteinander vernetzt werden.
Die nun vereinbarte Hightech-Allianz baut auch auf einem wichtigen Schritt aus dem Jahr 2024 auf.
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Gemeinsame Forschungsbeiträge
Vorgesehen sind regelmäßige gegenseitige Besuche an den beteiligten Standorten sowie ein verstärkter Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Auch technische und administrative Teams sollen ihre Erfahrungen etwa beim Betrieb von Hochleistungsrechnern, IT-Infrastruktur, Support und Service-Management teilen.
Darüber hinaus sind Gastvorträge, Workshops und Seminare sowie gemeinsame Forschungsprojekte geplant. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit insbesondere bei Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing weiter ausgebaut werden. Dazu gehören auch hybride Anwendungen, bei denen klassisches Hochleistungsrechnen und Quantencomputing miteinander verbunden werden.
OÖ bringt Top-Rechenkapazitäten ein
Oberösterreich bringt starke Forschungs- und Technologiekompetenz in die Partnerschaft ein. Die JKU ist Teil von MUSICA, Österreichs neuer Hochleistungsrecheninfrastruktur. An den Standorten Linz, Wien und Innsbruck stehen damit umfangreiche Rechenkapazitäten für Wissenschaft und Forschung zur Verfügung.
Vernetzen uns mit den Besten
"Unser Weg ist klar: Wir bauen unsere eigenen Stärken aus, holen die Besten nach Oberösterreich und vernetzen uns mit den Besten international. Oberösterreich hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Wir können beides – Hightech und Werkbank. Unser Anspruch ist, beim technologischen Wandel nicht Zuschauer zu sein, sondern vorne mitzuspielen. Denn aus Spitzenforschung müssen konkrete Anwendungen, aus Innovation Wertschöpfung und aus neuen Technologien Arbeitsplätze in Oberösterreich entstehen", so Stelzer.