Studie

Österreicher wollen mehr Rüstung

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Eine absolute Mehrheit der Bevölkerung befürwortet laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer (WKÖ) den Ausbau der heimischen Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft.
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53 Prozent der Österreicher sprechen sich für eine Vergrößerung dieser Branche aus. Zudem wird eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets von einer relativen Mehrheit (41 Prozent) befürwortet, während nur 19 Prozent dagegen sind.

Eine deutliche Dreiviertelmehrheit plädiert außerdem für eine Bevorzugung österreichischer Unternehmen bei Rüstungsvergaben. 75 Prozent der Befragten wollen, dass Investitionen in Sicherheit und Verteidigung der heimischen Industrie zugutekommen sollten, um die Technologiebasis im Land zu stärken. Ebenfalls 75 Prozent wollten heimische Zulieferer bei Auslandskäufen des Bundesheeres eingebunden wissen. Für 68 Prozent ist eine souveräne heimische Sicherheitsbranche wichtig.

Danninger fordert Zulieferer-Einbindung

"Die Bevölkerung sagt klar: Wenn wir mehr in Sicherheit investieren, soll davon auch Österreich profitieren", kommentierte WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger das Ergebnis der Befragung. "Drei Viertel wollen, dass damit heimische Technologie und Wertschöpfung gestärkt werden. Dieses Potenzial für Innovation, Arbeitsplätze und den Standort müssen wir nutzen." Bei Auslandskäufen des Bundesheeres zu investieren, ohne heimische Wertschöpfung und Know-how zu stärken, wäre wirtschaftspolitisch kurzsichtig, meint Danninger.

Von einem Ausbau oder dem Erhalt der Branche erhofften sich die Befragten laut Umfrage vor allem die Absicherung des Standorts und zusätzliche Arbeitsplätze. Das Sicherheitsbewusstsein werde stark von internationalen Konflikten beeinflusst: 51 Prozent nannten den russischen Angriff auf die Ukraine und 48 Prozent die US-Präsidentschaft von Donald Trump als prägende Faktoren.

Details zur Erhebung

Für die Studie "Verteidigung und Sicherheit in Österreich - 2026" befragte das Market-Forschungsinstitut im Zeitraum vom 4. bis 10. August 2026 insgesamt 1.202 Personen im Alter zwischen 16 als auch 85 Jahren mittels Online-Interviews.