Klage
Onassis: Die einsame Flucht der Milliardärin
Aktuell steht die 41-jährige Milliardenerbin Atina Onassis im Zentrum eines brisanten juristischen Konflikts mit dem Reitsport-Mogul Jan Tops. Onassis hatte im Jahr 2022 über ihre Beteiligungsgesellschaft Corvallis Navigation für 63 Millionen Euro ein Viertel von Tops' Global Champions Tour erworben. Nun wirft sie ihrem ehemaligen Vertrauten schwere Versäumnisse vor und verklagt ihn vor der niederländischen Unternehmenskammer.
Schwere Vorwürfe
Die Vorwürfe wiegen schwer, denn Athina Onassis fühlt sich von strategischen Entscheidungen ausgeschlossen und bemängelt eine gravierende Intransparenz im Unternehmen. Unter anderem wirft sie Tops vor, Reisekosten von bis zu 300.000 Euro pro Jahr ohne ordnungsgemäße Belege verursacht zu haben. Wegen dieser Informationsblockade sprang bereits ein potenzieller Käufer für ihre Firmenanteile ab, was einen verlustfreien Ausstieg für sie unmöglich macht. Ein neuer Gerichtstermin steht bereits fest, während ein Mediator versuchen soll, den kostspieligen Streit zu schlichten.
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Der radikale Bruch mit der Vergangenheit
Dieser Vertrauensmissbrauch scheint tiefe Spuren hinterlassen zu haben, denn die Erbin zieht sich an allen Fronten zurück. Jahrelang war ihr Name untrennbar mit dem internationalen Spitzensport verbunden, doch Insider bestätigen, dass Athina Onassis bereits vor zwei Jahren komplett mit dem Reiten aufgehört und ihre Pferde verkauft hat. Zu Personen aus der Reitsportszene pflegt sie heute keinerlei Kontakt mehr.
Auch in der Geschäftswelt kappt sie ihre Verbindungen im großen Stil. Erst im März 2024 hatte sie einen Sitz im Verwaltungsrat des französischen Handelsriesen Groupe Casino übernommen, der von Daniel Křetínský kontrolliert wird. Doch im Juni 2026 legte sie dieses Mandat aus persönlichen Gründen vorzeitig nieder, was die Spekulationen um ihren vollständigen Rückzug aus der Öffentlichkeit weiter anheizt.
Ein schwindender Kreis von Vertrauten
In einer Welt, in der sie kaum noch jemandem vertrauen kann, ist ihr persönliches Umfeld extrem geschrumpft. Selbst zu einst engen Freunden wie dem Springreiter Alberto Zorzi ist der Faden komplett gerissen. Nur zu ganz wenigen ausgewählten Personen sucht sie noch die Nähe, wie etwa zu dem französischen Star-Designer Stéphane Rolland, an dessen Seite sie sich kürzlich in Barcelona zeigte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass für die reichste Erbin der Welt echter Frieden und wahres Vertrauen die einzigen Güter sind, die man nicht kaufen kann.