Fehde
Pocher enthüllt den wahren Grund für Raab-Hass
Unter den deutschen und österreichischen Fernsehschaffenden gilt das Verhältnis zwischen Oliver Pocher und Stefan Raab schon lange als extrem angespannt. Doch während in der Branche jahrelang nur hinter vorgehaltener Hand über die tiefe Abneigung zwischen den beiden Entertainern spekuliert wurde, kamen die Streitigkeiten erst im Jahr 2021 langsam an die Öffentlichkeit. Damals verriet Pocher in seinem Podcast mit seiner damaligen Ehefrau Amira Aly, wie eisig die Begegnungen im privaten Rahmen ablaufen. Er schilderte, dass Raab im direkten Aufeinandertreffen völlig stumm an ihm vorbeigehe und jeden Grid verweigere.
Seine Ex-Frau Amira brachte es damals auf den Punkt und erklärte vielsagend: "Er hasst dich!" Seither lieferten sich die beiden TV-Stars immer wieder öffentliche Sticheleien, doch der eigentliche Ursprung des Konflikts blieb lange Zeit ein gut gehütetes Geheimnis.
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In seinem aktuellen Podcast-Format "Patchwork Boys", das Oliver Pocher gemeinsam mit dem Sänger Pietro Lombardi betreibt, spricht der Kölner Comedian nun Klartext über die Ursachen. Es geht in der Fehde keineswegs nur um die übliche Konkurrenz im harten Showgeschäft, sondern um verletzten Stolz und um Geld. Der Entertainer zeichnet das Bild eines ehemaligen Partners, der geschäftliche Entscheidungen zutiefst persönlich nimmt und über Jahrzehnte hinweg Groll hegt.
Das Millionengeschäft, das die Fehde entfachte
Die Wurzeln des Streits liegen weit in der Vergangenheit und gehen auf eine Zeit zurück, in der die beiden Entertainer noch sehr erfolgreich geschäftlich miteinander verbunden waren. Im Jahr 2003 wurde die sogenannte Pocher TV GmbH gegründet, an der die Raab TV Produktions GmbH maßgebliche Anteile hielt. Stefan Raab war somit direkt an den wirtschaftlichen Erfolgen seines jüngeren Kollegen beteiligt und verdiente an dessen Shows und Auftritten kräftig mit. Doch diese lukrative Partnerschaft hielt nicht ewig und endete in einem lauten Knall, der das Verhältnis für immer vergiften sollte.
Im Jahr 2007 entschied sich Oliver Pocher für einen radikalen beruflichen Wechsel und verließ das gemeinsame Unternehmen, um fortan mit einer anderen TV-Legende zusammenzuarbeiten. Er wechselte zur Show von Harald Schmidt, was für Stefan Raab offenbar ein unentschuldbarer Vertrauensbruch war.
In seinem Podcast schilder Oliver Pocher diesen Wechsel, der das Ende der geschäftlichen Partnerschaft besiegelte, als den entscheidenden Wendepunkt. Nach dem Übergang zu Harald Schmidt ließen es sich Pocher und sein neuer Partner nicht nehmen, in ihren Shows Witze auf Kosten des ProSieben-Machers zu reißen. Diese öffentlichen Provokationen wirkten wie ein Brandbeschleuniger auf das ohnehin schon belastete Verhältnis. Da Stefan Raab als extrem nachtragend gilt, reagierte er empfindlich auf den Spott. Pocher stellt in der aktuellen Episode klar, dass genau auf diese Weise der langanhaltende und bittere Kleinkrieg entstanden ist.
Die Kinder im Visier des bizarren Nachbarschaftsstreits
Trotz des jahrzehntelangen Schweigens betont Oliver Pocher, dass der Streit von seiner Seite aus längst Geschichte sein könnte. Er wünsche sich ein neutrales und professionelles Verhältnis zu dem ehemaligen "TV total"-Macher, zumal beide Entertainer mit ihren Familien in Köln leben und sich im Alltag immer wieder über den Weg laufen könnten. Ein normaler Umgang sollte laut Pocher eigentlich selbstverständlich sein, besonders da es durch die Kinder der beiden Familien direkte Bezugspunkte im selben sozialen Umfeld gibt.
Doch die Realität sieht völlig anders aus und nimmt mittlerweile bizarre Züge an. Vor einigen Monaten erhob Pocher schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Geschäftspartner. Er behauptete öffentlich, Stefan Raab habe seinen eigenen Kindern strikt verboten, Kontakt zu den Kindern der Familie Pocher zu haben. Für Pocher ist dieses Verhalten völlig unverständlich und unprofessionell. Er kritisiert, dass persönliche Anfeindungen aus der Vergangenheit auf dem Rücken der nächsten Generation ausgetragen werden.
Harte Kritik am umstrittenen TV-Comeback
Neben den privaten Streitigkeiten spart Oliver Pocher auch nicht mit fachlicher Kritik an der Arbeit seines Widersachers. Das viel diskutierte und millionenschwere Fernseh-Comeback von Stefan Raab sieht Pocher als absolutes "Negativbeispiel" dafür, wie man eine Rückkehr ins Rampenlicht im modernen Medienzeitalter gerade nicht gestalten sollte. Die Witze und Showkonzepte von Raab seien aus der Zeit gefallen und würden sich seit Jahrzehnten nur noch wiederholen.
Pocher betont, dass diese Kritik keineswegs persönlich gemeint sei, sondern eine rein professionelle Einschätzung darstelle. Er selbst sei schließlich mit den Shows von Stefan Raab aufgewachsen und früher sogar ein riesiger Fan des Entertainers gewesen. Doch während er selbst sich an die neuen Medien und Plattformen wie Social Media und Podcasts anpasse, verharre Raab in alten Mustern. Ob es nach diesen erneuten, scharfen Aussagen jemals zu einer Versöhnung der beiden Kölner TV-Giganten kommen wird, darf nach diesen Podcast-Enthüllungen stark bezweifelt werden.