Im Fokus steht der Polarwirbel, der durch eine ausgeprägte Hochdruckzone über Nordeuropa unter Druck geraten könnte. Sollte sich die Großwetterlage entsprechend entwickeln, könnte kalte Luft aus Nordosten bis in den Alpenraum vorstoßen. Auch in Österreich wäre dann ein erster winterlicher Wettergruß möglich.
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Normalerweise ziehen im Herbst regelmäßig Tiefdruckgebiete vom Atlantik nach Mitteleuropa und bringen Regen, Wind und vergleichsweise milde Temperaturen. Heuer sorgt jedoch ein kräftiges Hoch über Skandinavien und Mitteleuropa für eine Blockade. Nach aktuellen Modellberechnungen könnte sich dieses Hoch Anfang November weiter nach Norden ausdehnen und damit die Zirkulation rund um den Nordpol beeinflussen.
Dreht die Strömung auf Nordost, könnte kalte Kontinentalluft Österreich erreichen. In höheren Lagen wären dann erste Schneefälle denkbar. Besonders die Alpenregionen sollten die weitere Entwicklung im Auge behalten. Wie weit die Schneefallgrenze sinkt und welche Gebiete tatsächlich betroffen wären, ist derzeit allerdings noch offen.
Ein früher Wintereinbruch ist keineswegs sicher. Die Wettermodelle unterscheiden sich weiterhin deutlich, viele Berechnungen sprechen nach wie vor für ruhiges Herbstwetter mit Nebel und vergleichsweise milden Temperaturen. Auch die Prognose für die erste Novemberhälfte bleibt deshalb unsicher.
Der mögliche Einfluss auf den Polarwirbel ist somit ein Hinweis auf eine denkbare Wetterwende – aber noch keine verlässliche Schneeprognose für Österreich. Erst die kommenden Modellläufe werden zeigen, ob sich die Kaltluft tatsächlich bis zu den Alpen durchsetzt.