Verfolgungsjagd

Polizei feuert auf Autodieb (17)

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Ein 17-jähriger Tscheche lieferte der Polizei in der Nacht auf Sonntag in Passau eine dramatische Verfolgungsjagd: Der Jugendliche saß in einem gestohlenen Audi im Wert von 25.000 Euro, trug nach Polizeiangaben eine Sturmhaube und ignorierte alle Anhaltesignale. Als er an einer Straßensperre auf einen Beamten zuraste, schoss die Polizei auf das Fahrzeug.
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Der Audi war in der Nacht zum Samstag aus einer Garage in der Vogelweiderstraße entwendet worden. Der Besitzer erstattete Anzeige. Später tankte der Fahrer in Freising und fuhr ohne zu zahlen weiter. Gegen 17.45 Uhr kam er auf der A3 einer Streife der Grenzpolizei in die Quere. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Der Jugendliche verließ die Autobahn an der Abfahrt Passau-Nord und soll auf dem Weg in die Stadt bis zu 170 Stundenkilometer gefahren sein. Dabei kam es zu mehreren Unfällen - nach einem Bericht wurden im Bereich Vilshofener Straße mindestens vier Autos gerammt, berichtet der Bayerische Rundfunk. Verletzte unter den anderen Verkehrsteilnehmern wurden zunächst nicht gemeldet. Die Polizei bittet Geschädigte unter 0851/9511-0 um Meldung.

Straßensperre durchbrochen

An der Franz-Josef-Strauß-Brücke errichteten Einsatzkräfte eine Straßensperre. Der Audi durchbrach sie und fuhr auf einen Polizisten zu. Daraufhin kam es zum Schusswaffeneinsatz gegen das Auto. Wie viele Schüsse fielen, prüft die Staatsanwaltschaft noch.

Der Wagen fuhr weiter die Neue Rieser Straße hinauf, in der bekannten Schönblick-Kurve schleuderte er in den Schräghang, Trümmer lagen im Gelände. Der leicht verletzte Fahrer ließ sich im Wrack widerstandslos festnehmen, wurde ambulant behandelt und sitzt nun einer Arrestzelle.

Für Passaus Exekutive ist es nicht der erste solche Einsatz in diesem Jahr: Bereits im Februar hatte ein Bundespolizist bei einer Flucht eines 17-Jährigen drei Schüsse auf ein Fahrzeug abgegeben.