Im Hotel "Neuer Fritz" im ersten Stock trug die Suite den Namen "CHRISTOF". Am Mittwoch erhielt der Freie-Wähler-Chef und bayerische Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (†55) die Zimmerkarte für diese Räumlichkeit. Nur wenige Stunden später wurde seine Leiche hinter dieser Tür entdeckt. Direkt gegenüber auf demselben Flur hatte sich der Schauspieler Patrick Sass (39) eingecheckt. Als am Mittwochabend die ersten Einsatzkräfte eintrafen, verließ der Darsteller gerade das Gebäude in Richtung Friedrichstraße.
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Augenzeuge Patrick Sass bemerkte Einsatzkräfte
Draußen fielen dem ehemaligen Geheimdienstagenten sofort zwei unauffällige Autos auf. "Draußen vor dem Gebäude waren dann schon zwei zivile Polizei-Fahrzeuge", berichtete Sass gegenüber der deutschen Bild. Zu diesem Zeitpunkt vermutete er noch keine Tragödie: "Ich dachte, die machen da eine Kontrolle", so der Schauspieler weiter. Während er für etwa eine Stunde in einem Restaurant war, öffneten Mitarbeiter auf Bitten besorgter Parteifreunde die Suite und fanden den Verstorbenen. Neben der Tür hing noch Aiwangers blaues Sakko auf einem Bügel.
Großaufgebot vor dem Berliner Hotel
Bei der Rückkehr des Mimen bot sich ein völlig verändertes Bild vor der Unterkunft. Der 39-Jährige schilderte die Situation vor Ort: "Jetzt waren dann schon Medienvertreter und ein Polizeibus vor dem Eingang und die Polizei in der Lobby. Die Beamten bewachten die zwei Eingänge des Hotels." Nachdem Sass seinen Schlüssel vorgezeigt hatte, durfte er kurz auf das Zimmer, um seine Jacke zu holen. Dabei sah er das Ausmaß der Absperrungen: "Auf dem Flur im ersten Stock war alles voll mit Polizei. Auch am Eingang zur Treppe und am Fahrstuhl standen Beamte." Erst später wurde ihm klar, dass Hubert Aiwanger in der Suite nebenan gestorben war.