Schulen und Präventionsfachkräfte bereiten sich bereits intensiv auf die Veröffentlichung des neuen Blockbusters vor. Aus der Praxis in der Mediensuchtprävention zeigt sich, dass Berufsschulen aus Sorge vor unentschuldigtem Fehlen der Schüler in den ersten Wochen nach dem Start sogar vereinbarte Präventionsworkshops verschieben. Der gewaltige Hype rund um Trailer und Social-Media-Clips baut einen spürbaren Gruppendruck auf, dem sich Jugendliche kaum entziehen können.
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Altersgrenze schützt Kinder nicht
Obwohl für das Spiel eine Einstufung ohne Jugendfreigabe ab 18 Jahren erwartet wird, ist der Titel in den Kinderzimmern längst präsent. Über Online-Videoplattformen und Ausschnitte gelangen die Inhalte – darunter bewaffnete Gewalt, Drogen und sexualisierte Darstellungen – mühelos an jüngere Zielgruppen. Die bloße Anwesenheit von Eltern beim gemeinsamen Spielen hebt die Entwicklungsrisiken für Kinder nicht auf, da die drastischen Inhalte unverändert bleiben. Eine fortlaufende Handlung und weitläufige Spielwelten bergen zudem die Gefahr, Jugendliche über Wochen stark an das Spiel zu binden.
Risiken durch Online-Geschäftsmodelle
Ein weiterer entscheidender Faktor betrifft die finanziellen Mechaniken des Spiels. Während beim Vorgängertitel über den Online-Modus Milliarden umgesetzt wurden – zum Großteil finanziert von einer kleinen Gruppe besonders aktiver Nutzer –, droht durch wiederholte In-Game-Käufe ein verstärkter Spieldruck. Zwar sind Mikrotransaktionen für den Story-Modus ausgeschlossen, die konkrete Ausgestaltung des Online-Modus bleibt jedoch unklar.