Zahlen offengelegt
Seniorentickets abgeschafft: Wiener Linien verbuchen Mega-Gewinn
Die Debatte um die abgeschafften Senioreneinzelfahrscheine der Wiener Linien erhält neuen Zündstoff: Wie jetzt bekannt wurde, wurden allein im Jahr 2025 rund 3,7 Millionen vergünstigte Tickets verkauft. Seit 2022 stieg die Nutzung um satte 39 Prozent - innerhalb von vier Jahren gingen insgesamt etwa 12,8 Millionen dieser Tickets über den Ladentisch. Die Zahlen wurden nach einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Wien offengelegt und geben erstmals einen genauen Einblick in die Nutzung des Angebots.
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Brisant: Trotz der hohen Nachfrage wurde das Angebot mit Jahresbeginn 2026 abgeschafft. Statt wie bisher 1,50 Euro müssen Senioren nun 3,20 Euro für eine einzelne Fahrt bezahlen - also mehr als das Doppelte. "Diese Zahlen zeigen deutlich: Der vergünstigte Senioreneinzelfahrschein war alles andere als ein Nischenprodukt. Millionenfach genutzt und mit stetig steigender Nachfrage – und ausgerechnet dieses Angebot haben SPÖ und Neos abgeschafft", zeigt sich Ingrid Korosec, Gemeinderätin und Seniorensprecherin der Wiener Volkspartei, in einer Presseaussendung empört.
"Für die Budgetsanierung ist das ein Tropfen auf den heißen Stein, für viele ältere Wienerinnen und Wiener hingegen eine massive Verteuerung ihrer Mobilität. Der Preis einer Einzelfahrt hat sich für sie mehr als verdoppelt. Hier wird ausgerechnet bei älteren Menschen gespart, ohne damit einen nennenswerten Beitrag zur Sanierung des Wiener Budgets zu leisten", so Korosec und weiter: "Ich werde in dieser Angelegenheit sicher nicht lockerlassen." Orientiert man sich an den Zahlen aus dem vergangenen Jahr, nehmen die Wiener Linien heuer nur mit den Pensionisten 6,29 Millionen Euro mehr ein.