Ausraster

Silvia Schneider wütend: "Dann zucke ich aus!"

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Die Moderatorin, Designerin und TV-Köchin spricht im "Mindgames"-Podcast ehrlich über Situationen, in denen sie die Beherrschung verliert. Auch Beziehungstipps hat sie parat.
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Als erfolgreiche Unternehmerin sieht sich Silvia Schneider täglich mit den enormen Herausforderungen verschiedenster Branchen konfrontiert. Besonders das allgegenwärtige Wirtshaussterben und der akute Personalmangel bereiten der Oberösterreicherin große Sorgen. Im Gespräch zeichnete sie ein düsteres Bild der aktuellen Arbeitsmarktsituation, in der sich die Machtverhältnisse ihrer Ansicht nach komplett umgekehrt haben. Sie beobachtet die Entwicklungen in der Wirtschaft mit großer Skepsis und plädiert für mehr Leistungsbereitschaft und Motivation. Lehrlinge würden erwarten, dass man sich als Arbeitgeber bei ihnen bewirbt und sie bereits Lob bekommen, bevor sie noch irgendetwas geleistet haben. "Sonst geben sie gleich auf und dann eskaliere ich", sagt sie. Der Interviewer des "Mindgames"-Podcasts fragt nach: "Dann eskalierst du?" Silvia nickt.

Tränen-Beichte wegen extremen Drucks bei der eigenen Prüfung

Dass sie selbst hart für ihren Erfolg arbeiten musste und weiß, was beruflicher Druck bedeutet, machte sie am Beispiel einer prägenden Abschlussprüfung fest. Sie erinnerte sich im Podcast sehr emotional an diese extreme Belastung zurück. Der Druck, den sie damals verspürte, war so gigantisch, dass sie an ihre absoluten Grenzen stieß. Die Anspannung im Trubel der Prüfung wurde schließlich so unerträglich, dass sie sich umdrehen und weinend in ein Waschbecken flüchten musste. Erst nach diesem heftigen emotionalen Ausbruch konnte sie sich langsam wieder fangen.

Diese persönliche Erfahrung zeigt deutlich, dass sie trotz ihrer heutigen harten Haltung gegenüber unmotivierten Lehrlingen den enormen Leistungsdruck aus eigener schmerzhafter Erfahrung bestens kennt. Schneider weiß genau, was es bedeutet, unter ständiger Beobachtung zu stehen und in entscheidenden Momenten abliefern zu müssen.

Klare Haltung zu Erziehung, Rollenbildern und Zivilcourage

Ein weiteres großes Thema des vielseitigen Gesprächs war das gesellschaftliche Miteinander und das Rollenverständnis zwischen Mann und Frau. Schneider stellte klar, dass sie sich ganz bewusst von männerfeindlichen Klischees distanzieren möchte. Sie betont nachdrücklich, dass sie keinesfalls zu den Frauen gehören wolle, die pauschal behaupten, dass Männer schlecht seien. Diese Haltung empfinde sie als zutiefst traurig.

Auch im Alltag lebt sie diese Unabhängigkeit vor: Sie zahlt beispielsweise selbst sehr gerne in Lokalen und hält es nicht für notwendig, starr an klassischen Beziehungs- und Rollenkonstrukten festzuhalten. Gleichzeitig übte sie deutliche Kritik an der modernen Kindererziehung. Viele Kinder seien heute in ihren Augen komplett vogelfrei und dürften scheinbar machen, was sie wollen, wie sie wollen und wann sie wollen.

Ein schockierendes Erlebnis an einem Bahnhof diente ihr dabei als negatives Beispiel für mangelnde Zivilcourage in der heutigen Gesellschaft. Dort schlug ein kleiner Bub am Bahnsteig seine eigene Mutter "mit der Faust", während ein ganzes Gleis voller erwachsener Männer tatenlos zusah. Niemand der Anwesenden griff ein oder half der sichtlich überforderten Frau aus dieser unerträglichen Situation. Silvia habe den Buben an der Schulter gepackt und ihn umgedreht. Danach sei Ruhe eingekehrt.

Heftiger Gegenwind im Netz und Abrechnung mit der Vergangenheit

Neben gesellschaftlichen Fragen äußerte sich die Moderatorin auch ausführlich dazu, warum Partnerschaften heutzutage scheitern oder eben funktionieren. Doch genau diese Aussagen über Beziehungsdynamiken sorgten im Netz für heftigen Gegenwind. In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram unter den Beiträgen des "Mindgames"-Podcasts, ließen die User kein gutes Haar an ihren Ratschlägen.

Andreas Gabalier und Silvia Schneider galten sechs Jahre lang als Traumpaar. © Andreas Tischler

Viele warfen ihr mangelnde Glaubwürdigkeit vor und zogen direkte Parallelen zu ihrer prominenten, mittlerweile gescheiterten Beziehung mit dem Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier. Ein verärgerter User ätzte beispielsweise, dass sie Wasser predige und Wein trinke, und fragte provokant, warum ihre damalige Beziehung angesichts ihrer angeblichen Ratschläge nicht gehalten habe. Andere Kommentatoren stempelten ihre Aussagen abwertend als reine Küchenpsychologie ab und fragten spöttisch, ob sie nun plötzlich unter die Beziehungsexpertinnen gegangen sei. Trotz der teilweise sehr gemeinen Reaktionen bleibt die Linzerin ihrer Linie jedoch treu und steht felsenfest zu ihrer ungeschminkten Meinung.