Das sagt ÖSTERREICH

SPÖ muss sich von Babler befreien

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Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.
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Die SPÖ sitzt in der Babler-Falle: In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage liegt die SPÖ mit nur noch 14% so schlecht wie überhaupt noch nie. Babler zieht seine Partei dabei brutal nach unten: In der Kanzlerfrage kommt er nur noch auf 5% – das schlechteste Ergebnis aller Zeiten.

Babler wird zunehmend zur Belastung: Jeder Tag, an dem er länger im Amt bleibt, kostet die SPÖ weiteres Vertrauen (und Stimmen). Und obendrein liefert "lame duck" Babler der ÖVP damit das perfekte Exitszenario, um in Neuwahlen zu gehen.

Wenn der SPÖ ein Befreiungsschlag gelingen soll, dann muss sie Babler so schnell wie möglich loswerden - als Parteichef, als Vizekanzler und auch als Minister.

Wie sehr Babler seine Partei beschädigt hat, zeigt die Lazarsfeld-Umfrage mit Markus Marterbauer als Spitzenkandidat: Selbst mit dem derzeit beliebtesten Regierungsmitglied käme die SPÖ nur auf desaströse 16%. Wohl auch, weil viele Wähler befürchten, dass in Marterbauer noch ein gehöriges Quäntchen Babler-Mogelpackung steckt.

Die SPÖ hat nur eine Chance – ein Neustart ohne Babler. Mit den beiden jungen Partei-Sanierern Holzleitner und Kucher und dem "Elder Statesman" Marterbauer als Vizekanzler kann das gelingen. Mit Babler definitiv nicht.