Politik-Insider

SPÖ sucht jetzt Job für Babler

© APA/ROLAND SCHLAGER
Der Vorstand segnete das Personalpaket ab. Es bleiben aber viele offene Fragen in der SPÖ. Ein Insider von oe24-Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel.
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"Einheit". Zumindest in einer Frage waren sich die SPÖ-Präsidiumsmitglieder und der rote Vorstand am Donnerstag rasch einig: Das wackelige Personalpaket, das mit und gegen Andreas Babler beschlossen wurde, wurde abgesegnet.

"Jedem bei uns ist klar, dass wir uns keinen öffentlichen Streit mehr leisten können", sagten mehrere Rote oe24.

Ab jetzt sind Eva Maria Holzleitner und Philipp Kucher mit den Geschäften der Partei betraut. Sie laden künftig ein, stellte die Frauenvorsitzende und Ministerin klar. Die 33-Jährige entwickelt sich zunehmend zur starken Frau der SPÖ.

Der starke Mann der SPÖ, Finanzminister Markus Marterbauer, weilte in Brüssel und wurde zeitweilig in die Sitzung zugeschaltet. Er habe, berichtet Oberösterreichs SPÖ-Landeschef Martin Winkler oe24, "das Angebot gemacht, als Vizekanzler zur Verfügung" zu stehen.

Ob er auch Parteichef werden könne und wolle, dürfte erst 2027 entschieden werden. Sicher sei nur, dass die SPÖ "geeint gegen eine Verlängerung" von Babler als SPÖ-Chef sei.

Auch die Aussicht, dass er Minister bleiben könnte – wie der Traiskirchner ursprünglich erklärt hatte – amüsiert die SPÖ-Spitzen nicht.

Rote suchen einen Job für Babler

Taktik. Justizministerin Sporrer meinte gar ungewollt offen: Er werde bleiben "bis eine andere Lösung kommt". Genau das wurde von Roten inoffiziell seit Sonntag berichtet. Die Partei suche einen Job für Babler und plane eine Umbildung.