Alles anders

Starauflauf bei Burberry: London Fashion Week endet mit überraschendem Finale

© Max Cisotti/Dave Benett/Getty Im
Zum großen Finale der London Fashion Week sorgte Daniel Lee mit Burberrys Frühjahr/Sommer-2027-Kollektion für einen echten Höhepunkt. Die Show feierte britische Popkultur, überraschte mit dem Laufsteg-Debüt von Rapper Central Cee und lockte zahlreiche Superstars in die Front Row.
Zur Vollversion des Artikels

Die London Fashion Week fand am Montagabend, den 21. September 2026, in den Hallen des Chelsea College of Arts ihren krönenden Abschluss. Wer sonst als das britische Traditionshaus Burberry hätte für ein derart fulminantes Finale sorgen können? Unter der kreativen Leitung von Daniel Lee bewies die Marke einmal mehr, wie sie ihre historischen Wurzeln mit dem Puls der Zeit verwebt. Doch dieses Mal war alles ein wenig anders: Ein spürbar lockerer und bunterer Wind wehte durch die britische Fashion-Institution.

Front-Row-Glamour

Für einige der berühmtesten Gäste wurde die Show zur Date-Night. Rosie Huntington-Whiteley erschien in einem schicken, figurbetonten Leder-Trenchcoat. An ihrer Seite: Ihr Verlobter, Action-Star Jason Statham, der in einer lässigen, dunkelblauen Bomberjacke den perfekten Kontrast bildete. Auch die nächste Generation der britischen Prominenz nutzte die Front Row für einen romantischen Auftritt. Romeo Beckham erschien cool und lässig in einem schwarzen Burberry-Parka, während seine Freundin Kim Turnbull in einem klassischen beigefarbenen Trenchcoat zur angesagten Lederhose glänzte.

Ein weiterer Hingucker des Abends war Schauspielerin Jodie Turner-Smith. Sie zog in einem edlen Leder-Ensemble alle Blicke auf sich. Während viele Stars auf den düster-eleganten Leder-Trend setzten, brachte Lila Moss, die Tochter von Supermodel Kate Moss, das Party-Feeling in die erste Reihe und funkelte in einem atemberaubenden, silbernen Minikleid.

Doch auch die Männer bewiesen modischen Mut: "Bridgerton"-Star Jonathan Bailey begeisterte die Fans in einer Kombination aus schwarzem Rollkragenpullover und Lederhose. Das absolute Highlight seines Looks? Eine pinke Sonnenbrille, die seinem Outfit einen exzentrischen Popstar-Vibe verlieh.

Wenn der strenge Trenchcoat auf verspielte Kunst trifft

Statt sich strikt an die steifen Konventionen des Hauses zu halten, hat sich Daniel Lee für die SS27-Kollektion eine besondere Ikone an die Seite geholt: die 85-jährige Textildesignerin Celia Birtwell. Birtwell, die in den 1960er Jahren das bohemian London einkleidete und als Muse von David Hockney in die Kunstgeschichte einging, drückte der neuen Kollektion mit ihrer Lebensfreude ihren Stempel auf. Das Resultat ist eine Burberry-Linie, die das klassische Erbe des Labels revolutioniert.

Der Trenchcoat 2.0: Das Herzstück der Marke erlebte ein modernes Update. Neben klassischen Varianten gab es leichte Modelle in pudrigen Rosa- und Mauve-Tönen, semitransparente Stoffe und vor allem unerwartete Silhouetten mit voluminösen Puff-Säumen, die fast schon wie luftige Sommerkleider wirkten.

Muster-Mix: Das weltbekannte Burberry-Muster wurde aufgebrochen. In Zusammenarbeit mit Birtwell verwandelte es sich teilweise in lässige Gingham-Muster und wurde durch romantische, blühende Blumenstickereien ergänzt.

Ein Hauch von Humor: Für den größten Schmunzler sorgten kleine Archiv-Kritzeleien von Birtwell. Bunte, handgezeichnete "Smiley-Gesichter", die teilweise als aufgestickte Embleme oder Knöpfe dienten, verliehen der Kollektion einen positiven Twist.

Die Entwürfe beweisen, dass Luxus nicht immer starr und streng sein muss, sondern Spaß machen darf.