Kampf für Eritrea

Terrorgruppe in Deutschland: Zwei Verhaftungen

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Die Bundesanwaltschaft hat zwei führende Mitglieder der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften Gruppe "Brigade N’Hamedu Deutschland" festnehmen lassen: Der eritreische Staatsangehörige Merhawi A. und der deutsche Staatsangehörige Shimangus T. wurden in Stuttgart und nahe Saarbrücken verhaftet.
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Den beiden Tatverdächtigen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen; Merhawi A. zusätzlich Landfriedensbruch in zwei Fällen. Nach Angaben der Karlsruher Behörde war Merhawi A. ab August 2022 Mitglied und übernahm Anfang 2023 das Amt des Generalsekretärs.

Shimangus T. - bereits deutscher Staatsbürger - soll sich im November 2022 angeschlossen und wenig später erster Vorsitzender geworden sein. Beide seien maßgeblich am Aufbau der deutschen Strukturen und an der Organisation gewaltsamer Aktionen beteiligt gewesen. Merhawi A. soll bei Ausschreitungen in Gießen selbst vor Ort eine Angreifergruppe angeführt haben.

Migranten haben zu Gewalt aufgerufen

Die Brigade N’Hamedu Deutschland wurde den Ermittlern zufolge im August 2022 gegründet. Ihr erklärtes Ziel ist der Sturz der autoritären Regierung in Eritrea. In Deutschland verfolgte sie dieses Ziel demnach durch Angriffe auf Veranstaltungen der regimetreuen Diaspora: am 20. August 2022 und im Sommer 2023 in Gießen sowie am 16. September 2023 in Stuttgart. Führungskräfte dieser Gruppe sollen dabei zu potenziell tödlicher Gewalt aufgerufen haben. Angreifer setzten Wurf- und Schlaggegenstände gezielt gegen Köpfe ein. Zahlreiche Polizisten und Teilnehmer wurden teils erheblich verletzt.

Bereits im März 2025 hatte die Bundesanwaltschaft 19 Objekte in sechs Bundesländern sowie in Dänemark durchsuchen lassen; damals gab es keine Festnahmen. Im Sommer 2024 soll die deutsche Brigade angekündigt haben, künftig auf Gewalt außerhalb Eritreas zu verzichten. Die jetzigen Festnahmen richten sich dennoch gegen die mutmaßliche Führungsspitze.