Tirol

Parteitag: Mattle auf Distanz zur Bundes-ÖVP

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Auf ihrem Programmparteitag am 7. November, bei dem erstmals ein eigenes Grundsatzprogramm zur Beschlussfassung ansteht, sollen die Delegierten auch eine sogenannte "Tirol-Mitgliedschaft" verabschieden.
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Künftig werde es möglich sein, ausschließlich Mitglied der Tiroler ÖVP zu werden, ohne automatisch auch der Bundes-ÖVP anzugehören.

Dazu braucht es eine Änderung des Statuts, die sich die schwarzen Granden am Parteitag im Innsbrucker Congress absegnen lassen wollen. "Mehr Selbstständigkeit und mehr Tirol" sei auch hier das Motto, hieß es in einer Aussendung am Samstag, in der Landesparteiobmann Landeshauptmann Anton Mattle zum wiederholten Male wissen ließ, dass Tirol "anders" sei und es in zentralen Bereichen hier quasi besser laufe als auf Bundesebene. Die Tiroler ÖVP - seit geraumer Zeit nennt man sich nur mehr "Tiroler Volkspartei" - sei die "Tirol-Partei", trommelte der Landeschef zudem und meinte: "Wir grenzen uns konstruktiv und inhaltlich von anderen Bundesländern und der Bundespolitik ab. Diesen Weg werden wir weitergehen".

"Wir spüren, dass ganz viele Menschen mit der Bundespolitik unzufrieden sind und sich von der Politik insgesamt abwenden. Mein Schluss daraus: Wir müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen. Als Tiroler Volkspartei gehen wir unseren eigenständigen Weg, das werden wir auch am Grundsatzparteitag im November in einem neuen Statut beschließen", argumentierte Mattle für die "Tirol-Mitgliedschaft".

Schwierige Landtagswahl

Der Landeshauptmann und die Seinen stehen im Herbst 2027 vor einer äußerst schweren Landtagswahl.

Umfragen sahen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der ÖVP und der Tiroler FPÖ unter Landesparteiobmann Markus Abwerzger. 29 Prozent für beide wurden zuletzt ausgewiesen.

Beim Parteitag der Tiroler ÖVP dabei sind neben Mattle, auch Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU), Vorarlbergs LH Wallner (ÖVP) und Südtirols LH Kompatscher (SVP).