Große Gefahr
Top Secret: KI-Giganten rüsten sich für "Tag danach"
Wie das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, spielen Branchengrößen wie OpenAI und Anthropic detaillierte Notfallszenarien für den Fall durch, dass ein gravierender Vorfall mit Künstlicher Intelligenz das Vertrauen der Öffentlichkeit erschüttert.
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Im Zentrum der internen Krisensimulationen steht die Frage, wie die Tech-Branche und die Politik auf den sogenannten "Tag danach" reagieren. Die Verantwortlichen kalkulieren mit schwerwiegenden realen Schäden, die durch unzureichend kontrollierte KI-Systeme verursacht werden könnten. Besonders gefürchtet werden großflächige Cyberangriffe, die kritische Versorgungsnetze ins Visier nehmen.
Dabei konzentrieren sich die internen Manöver auf mehrere gravierende Ausfälle. Einen Zusammenbruch des digitalen Zugangs zu Bank- und Finanzdienstleistungen, einer großflächige Unterbrechungen der weltweiten Internetkonnektivität und physische Ausfälle in der Energieversorgung oder bei der Trinkwasserversorgung.
OpenAI bestätigt Vorbereitungen
Zahlreiche führende Forscher und Führungskräfte halten ein verheerendes Ereignis inzwischen für nahezu unausweichlich. OpenAI bestätigt laut dem Axios-Bericht entsprechende Maßnahmen: "OpenAI führt Vorbereitungsübungen durch, bei denen Teams eine Reihe potenzieller Szenarien diskutieren und durcharbeiten. Diese Szenarien werden nicht als unausweichlich behandelt, sondern sollen uns helfen, uns auf verschiedenste Umstände vorzubereiten."
Führende Strategen der KI-Unternehmen gehen davon aus, dass die Demokraten nach ihren Erfolgen bei den US-Zwischenwahlen mit Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus rasch versuchen werden, die Technologie per Notbremse einzuschränken. Allerdings stößt die Politik auf erhebliche Hürden: Der US-Kongress gilt weithin als überaltert und mit den rasanten technischen Umbrüchen der KI-Revolution überfordert. Zudem ist die weltweite Wirtschaft mittlerweile tief mit dem massiven Ausbau der KI-Infrastruktur verwoben; ein erzwungener Entwicklungsstopp könnte fragile Märkte schwer belasten.
Experten warnen
Hinzu kommt, dass unzählige frei zugängliche Open-Weight-Modelle bereits im Netz zirkulieren. Sicherheitsexperten betonen daher, dass bösartige KI-Angriffe oft nur noch mit hochentwickelter Abwehr-KI bekämpft werden können. In ihren internen Krisenübungen, dem sogenannten Red-Teaming, setzen die Konzerne darauf, US-Gesetzgeber gezielt über die Technologie aufzuklären. Da neue Regulierungen unter den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen kaum Chancen haben, wollen die Manager zumindest die Weichen für jene Notstandsgesetze stellen, die nach einer Katastrophe unweigerlich beschlossen würden.
Mehrere Insidern zufolge sollen der befürchtete KI-Knall bereits innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate kommen. In Washington werden bereits weitreichende Gegenmaßnahmen diskutiert. Die radikalsten Vorschläge der Demokraten fordern ein komplettes Verbot künftiger Superintelligenz oder einen temporären Stopp aller fortgeschrittenen Entwicklungen.