SALZKAMMERGUT

Tote Fische werden mit Drohnen aus Bilderbuch-See gefischt

© FC Nussendorf
Mit Drohnen könnte man sogar die Fressaktivitäten der Fische sehen - es gibt aber keine lebendigen Tiere mehr.
Tote Fische stinken nicht nur, sie sind eine Gefahr für das Trinkwasser.
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Durch die anhaltende Trockenheit ist der 15 Meter tiefe Nussensee seit Wochen fast ausgetrocknet. Die Zeiten in den Fischer vom FC Nussendorf einen 14 Kilo schweren Hecht rausgeholt haben sind lange vorbei.

Nachdem Ende Juli bereits Sprengstoff und Kriegsschrott aus dem Gewässer in Bad Ischl (Bez. Gmunden) aufgetaucht waren, hat der Entminungsdienst Anfang August nochmals ausrücken müssen, weil insgesamt acht Kilogramm Sprengstoff gefunden wurden. Das Seeufer wurde zum Schutz der Bevölkerung seitdem zum Sperrgebiet.

Drohnen holen Kadaver

Drohnen-Nahaufnahme

Am 1. August konnte noch eine Notabfischung stattfinden -  zahlreiche Forellen, Saiblinge, Renken, Karpfen und weitere Fischarten konnten in ein geeignetes Ausweichgewässer umgesetzt werden – jetzt dürfen Fischer aber nur mit Fernrohr und aus sicherer Distanz nach toten Fischen Ausschau halten. Das Seeufer darf auch von den Fischern nicht betreten werden, die aber die Kadaver der toten Fische so schnell wie möglich wegräumen müssen, weil sie unter Umständen eine Gefahr für das Trinkwasser sein können. Die Fischer nutzen daher Drohnen um die Tierkadaver rauszuholen.

Flaschenpost von 1959

Im Nussensee wurde auch eine Flaschenpost aus dem Jahr 1959 gefunden. Der Inhalt wird derzeit von einem Sachverständigen geprüft.