Politik und ORF
Trauer um "große Schauspielerin" Erni Mangold († 99)
"Österreich verliert mit Erni Mangold einen unverwechselbaren Charakter und eine starke, selbstbestimmte Frau." (Bundespräsident Alexander Van der Bellen) „Sie hat die Seele des österreichischen Films verkörpert und dem heimischen Schauspiel eine neue Dimension gegeben" (Bundeskanzler Christian Stocker) oder " Ihr Wirken auf Bühne, Film und Fernsehen hat Generationen berührt und geprägt. Darüber hinaus war sie eine unbeugsame Stimme der Gerechtigkeit." (Bürgermeister Michael Ludwig). Große Trauer um die "widerborstige" Schauspiel-Legende Erni Mangold, die in der Nacht auf Samstag im 100. Lebensjahr verstorben ist. Sie sei in einem Altersheim in Wien "eingeschlafen", teilte ihr Agent Klaus der APA mit.
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Mangold, die 1946 an der Josefstadt ihr Schauspieldebüt feierte und in "Faust", " Lady Macbeth" oder "Liliom", sowie in weit über 100 Film- und Fernsehproduktionen wie "Kottan ermittelt" brillierte, stand bis 2017 auf der Bühne und bis 2020 ( "Schönes Schlamassel“) vor der Kamera und wurde u.a. mit dem Großen Schauspielpreis der Diagonale (2016), dem Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl (2015) oder den Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2012) ausgezeichnet.
Der ORF änderte für Mangold schon am Samstag großflächig das Programm und widmet ihr am 7. September auch den KulturMontag (22.30 Uhr, ORF1) Dazu gibt es um 0.00 Uhr ein Dacapo des Nighttalks "Stöckl", wo sie 2017 gemeinsam mit Josef Hader zu Gast war.