Nach dem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz hatten Tausende Menschen für Leisters zerstörten Imbiss "Wanderrast am Amselsee" gespendet. Innerhalb von nur einem Tag kamen rund 200.000 Euro zusammen.
Nun wird das gesamte Geld zurücküberwiesen. Auf Instagram erklärte die TV-Köchin, dass die Spendenplattform bereits angewiesen wurde, alle Beträge an die Unterstützer zurückzuzahlen.
"Der Shitstorm war einfach zu viel"
Auslöser für die überraschende Entscheidung war eine massive Welle an Kritik im Internet. Leister berichtet von zahlreichen beleidigenden Nachrichten, Anrufen und Diskussionen in sozialen Netzwerken.
Sie und ihr Team hätten sich plötzlich ständig rechtfertigen müssen, obwohl ihre ganze Kraft eigentlich in den Wiederaufbau fließen sollte. Irgendwann sei klar gewesen: So könne es nicht weitergehen.
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Kritik wegen öffentlicher Gelder
Der Hintergrund der Diskussion: Der zerstörte Imbiss gehört der Gemeinde Rathen, Verena Leister ist lediglich Pächterin. Deshalb soll sich auch die öffentliche Hand am Wiederaufbau beteiligen. Genau das sorgte für Kritik. Viele warfen der TV-Köchin vor, Spenden zu sammeln, obwohl staatliche Unterstützung möglich sei. Leister betont nun, dass sie zunächst abwarten wolle, welche Hilfen tatsächlich fließen. Alles, was danach noch nötig sei, wolle sie Schritt für Schritt selbst finanzieren.
Wiederaufbau verzögert sich massiv
Die Entscheidung hat allerdings Konsequenzen. Ohne die Spendensumme wird sich der Wiederaufbau deutlich verzögern. Nach eigenen Angaben hält Leister eine Wiedereröffnung ihres Imbisses und des Bootsverleihs zu Ostern 2027 inzwischen für unrealistisch.
Unwetter richtete schwere Schäden an
Das schwere Unwetter hatte die beliebte "Wanderrast am Amselsee" massiv verwüstet. Umgestürzte Bäume zerstörten große Teile des Imbisses sowie den Bootsverleih mit rund 30 Ruderbooten. Die Katastrophe forderte zudem ein Todesopfer: Ein 28-jähriger Mann wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Drei weitere Menschen wurden verletzt.