Die Personalie Martin Huemer sorgte bereits im Februar für U-Ausschuss-Zündstoff. Wie von oe24 berichtet, wurde der Rechtsanwalt vom Innenministerium engagiert, um Polizeibeamte, die vor den Pilnacek-U-Ausschuss müssen, zu "beraten". FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sah hingegen einen Versuch, die Polizisten auf "Parteilinie" zu bringen. Eine Anfragebeantwortung an die Freiheitlichen brachte zudem ans Licht, dass Huemer einen 50.000-Euro-Vertrag erhielt.
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Jetzt taucht der Jurist erneut in einer Anfragebeantwortung zu externen Verträgen auf. Diesmal allerdings im Kanzleramt. Demnach ist Huemer seit April für die "juristische Beratung und Betreuung im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss" engagiert. 1.400 Euro monatliches Pauschalentgelt gibt es dafür. Seit 30. Juni sind allerdings keine Kosten mehr angefallen.
Huemer gilt seit Jahren als Experte für U-Ausschüsse. Vor allem ÖVP-geführte Ministerien setzen häufig auf den Juristen. Er war auch oft als Vertrauensperson von Befragten dabei, etwa Ex-Kanzler Karl Nehammer oder Ex-Minister Gernot Blümel (beide ÖVP).
Kanzleramt: Keine Kosten mehr seit 30. Juni
Aus dem Kanzleramt heißt es auf oe24-Anfrage: "Vor dem Hintergrund einer allfälligen Ladung von Auskunftspersonen des Bundeskanzleramtes vor dem U-Ausschuss wurde mit RA Mag. Martin Huemer zur juristischen Beratung und Betreuung ein Rahmenvertrag geschlossen. Der Rahmenvertrag beinhaltet die juristische Beratung und Betreuung im Bedarfsfall, sowie die laufende Verfolgung der Entwicklungen, das Studium der Protokolle sowie wesentlicher Akten."
Seit dem 30. Juni seien aber keine Leistungen mehr in Anspruch genommen worden und daher auch keine Kosten mehr angefallen.