Dreister Betrug

"Über 1.000 Euro" - BAWAG warnt jetzt alle Kunden

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Eine neue und hochgefährliche Betrugsmasche trifft derzeit Kundinnen und Kunden der österreichischen BAWAG.
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Die Bank warnt in ihrem eBanking eindringlich vor falschen Mitarbeitern und gefälschten Tonbandansagen, die an das Ersparte der Österreicher wollen.

Fiese Masche ploppt im Online-Banking auf

Wer sich in diesen Tagen in das Online-Banking der BAWAG einloggt, wird sofort mit einer dringenden Sicherheitswarnung konfrontiert. Unter dem Titel "Achtung: Betrügerische BAWAG Anrufe" informiert das Geldinstitut über eine aggressive Welle von betrügerischen Telefonaten. Die Betrüger nutzen dabei eine ausgeklügelte Methode, um Panik bei den Opfern zu schüren. Sie täuschen vor, dass eine vermeintliche Überweisung im Wert von über 1.000 Euro blockiert oder nicht verifiziert worden sei, um so an sensible Kontodaten zu gelangen.

So läuft die fiese Tonband-Masche ab:

  • Anonymer Erstkontakt: Die Anrufe erfolgen meist von unterdrückten oder völlig unbekannten Telefonnummern.
  • Automatisierte Ansage: Nach dem Abheben ertönt eine computergenerierte Tonbandstimme im Namen der BAWAG.
  • Schock-Szenario: Dem Opfer wird suggeriert, dass eine unbefugte Transaktion von mehr als 1.000 Euro gestoppt werden musste.
  • Aufforderung zum Handeln: Um den Vorfall zu klären oder zu stornieren, wird der Angerufene aufgefordert, eine bestimmte Taste auf dem Handydisplay zu drücken.

Das rät die BAWAG im Ernstfall

Die BAWAG stellt unmissverständlich klar, dass diese Anrufe keinesfalls von der Bank selbst stammen. Sollte man einen solchen Anruf erhalten, gilt als oberste Regel: Bewahren Sie Ruhe, drücken Sie auf keinen Fall eine Taste und legen Sie sofort auf. Unter keinen Umständen dürfen persönliche Daten, Kontonummern, Kreditkartendaten oder Passwörter am Telefon preisgegeben werden. Auch die Freigabe von Transaktionen mittels TAN-Code, eBanking-App oder an einem Selbstbedienungsgerät darf niemals durchgeführt werden, wenn man den Auftrag nicht selbst aktiv im selben Moment erstellt hat.

Ein wichtiger Indikator für einen Betrug ist zudem die Uhrzeit des Anrufs. Die BAWAG betont in ihren Sicherheitsrichtlinien ganz klar: "Wir rufen nicht nach 17 Uhr an." Erfolgt ein angeblicher Bankanruf also am späten Abend oder nachts, handelt es sich mit absoluter Sicherheit um einen Betrugsversuch. Auch im Telefonat genannte Rückrufnummern sollten unter keinen Umständen gewählt werden, da am anderen Ende der Leitung erneut die Betrüger warten.

Sperre des eBankings nur über offizielle Kanäle

Falls Kunden den begründeten Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, oder ihr eBanking vorsorglich sperren möchten, bietet die Bank sichere Wege an. Hierzu sollte ausschließlich die Notfallsperre direkt in der offiziellen BAWAG-App genutzt werden. Alternativ kann die Sperre über die offizielle und verifizierte Servicenummer der Bank unter 0599 05995 veranlasst werden. Die Nutzung anderer, im Zuge des Betrugsanrufs genannter Telefonnummern birgt die Gefahr, direkt im Netzwerk der Kriminellen zu landen.

Zudem stellt die Bank klar, dass für die Stornierung von tatsächlich vorbereiteten, aber verdächtigen Transaktionen niemals eine zusätzliche Freigabe per Telefon oder TAN nötig ist. Solche Aufträge können Kundinnen und Kunden ganz einfach und selbstständig direkt im eBanking in ihrer persönlichen Auftragsmappe löschen. Wachsamkeit im Alltag und die Information des eigenen Umfelds über diese fiese Masche sind derzeit der beste Schutz gegen den finanziellen Schaden.