Nach Kündigung
Überraschende Einigung im Streit um Schloss Ambras
Der KHM-Museumsverband und Veronika Sandbichler haben sich in einer gemeinsamen Erklärung auf eine einvernehmliche Beendigung ihres Dienstverhältnisses verständigt. Über die genauen Einzelheiten der Vereinbarung wurde Vertraulichkeit vereinbart. Damit kommt es zu einer Wendung in der Causa um die Führung der Innsbrucker Kunststätte. Erst am 10. Juli wurde bekannt, dass das KHM der seit Ende März dienstfrei gestellten Direktorin per Jahresende gekündigt hatte und ihr Anwalt Martin Maxl eine gerichtliche Anfechtung ankündigte.
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Dank für Einsatz auf Ambras
In der heutigen gemeinsamen Pressemitteilung dankt der KHM-Museumsverband Sandbichler für ihren langjährigen Einsatz und ihre Verdienste zur Erfüllung der Aufgaben von Schloss Ambras Innsbruck. Ihr fachlicher Beitrag und ihr persönliches Engagement haben die Institution über viele Jahre hinweg geprägt. Der Verband wünscht ihr für ihren weiteren Weg alles Gute. Sandbichler erklärte: "Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen sowie den zahlreichen Partnerinstitutionen für die Zusammenarbeit und wünsche Schloss Ambras Innsbruck und dem KHM-Museumsverband für die Zukunft weiterhin viel Erfolg."
Keine weiteren Details zum Abschied
Beide Seiten halten fest, dass die Zusammenarbeit einvernehmlich beendet wird, und sehen von weiteren Stellungnahmen zu den Hintergründen ab. Der Streit zwischen der KHM-Führung in Wien und der Standortleitung währte monatelang, nachdem Sandbichler im März eine "toxische Führungskultur" vorgeworfen hatte. Ein externes Gutachten von Arbeitsrechtsexpertin Sieglinde Gahleitner hatte Generaldirektor Jonathan Fine und Geschäftsführungskollege Paul Frey Mitte Juni jedoch entlastet.
Der KHM-Museumsverband betonte, die erfolgreiche Arbeit seiner Museen mit unverändertem Fokus auf die wissenschaftliche Betreuung, den Erhalt des kulturellen Erbes, ein attraktives Ausstellungsprogramm sowie die Weiterentwicklung der Standorte fortzusetzen.
Wer folgt Sandbichler nach?
Fine hatte zuletzt angekündigt, die interimistische Leitung von Schloss Ambras noch vor Jahresende an eine Person aus dem bestehenden Mitarbeiterstab abgeben zu wollen.