Soeben erst erschienen, findet sich das neue Buch von Paulus Hochgatterer schon hoch oben in den Buchcharts. Mio und die Unsterblichkeit heißt der äußerlich schmale Roman, der inhaltlich allerdings voll der Fülle ist. Der Autor hat einen feinen Text über Leben und Sterben verfasst, der unsentimental nahe geht.
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Hauptsache atmen und denken können
Ingemar ist sechzehn und hat spinale Muskelatrophie. Als Kind konnte er noch stehen, jetzt fällt ihm das Schreiben schwer, seine Welt wird enger. Für ihn ist das allerdings gar nicht so schlimm, Hauptsache atmen und denken, meint er, und seine Umwelt versteht seine Sicht nicht immer.
Katze. Mit einem alten Mann kann Ingemar sich besonders gut austauschen und dann taucht plötzlich Mio auf, eine schwarze Katze, die alles durcheinanderwirbelt. Im Gespräch mit seinem Verlag erklärt Hochgatterer, der bei seiner Tätigkeit als Leiter einer Kinder- und Jugendpsychiatrie viel mit unterschiedlichen Jugendlichen in Kontakt gekommen ist, seine Hauptfigur: "Irgendwann war mir klar, dass die Perspektive eines derartigen Erzählers einen ziemlich unverstellten Blick auf die Welt und eine völlige Neubewertung der Dinge ermöglicht."