Sprengsätze entdeckt
Schäden nach Angriff auf Umspannwerk
Dienstagfrüh seien mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtung entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert seien, sagte eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam.
Nach Angaben des Netzbetreibers 50Hertz wurden mehrere Leitungen beschädigt. Es sei zu einer kurzzeitigen Leitungsunterbrechung gekommen, teilte das Unternehmen mit. Am frühen Nachmittag hieß es, alle Leitungen seien wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung sei nicht beeinträchtigt.
Selbstgebaute Pyro-Raketen?
Zuerst berichtete die "Märkische Allgemeine Zeitung" (MAZ), dass bei der Attacke selbst gebaute, mit Sprengstoff bestückte Raketen zum Einsatz gekommen seien. Inzwischen schreibt "Bild", dass es sich um selbstgebaute Raketen gehandelt haben soll. Die Ermittler würden von Pyrotechnik ausgehen.
Auch interessant
Die Polizei hat den Einsatz von Raketen bislang nicht offiziell bestätigt, wie "Bild" berichtet. Gegenüber dem TV-Sender "n-tv" erklärte eine Sprecherin jedoch, dass mehrere sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden wurden.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Trotz des Vorfalls gab es laut Angaben der Behörden zu keiner Zeit Auswirkungen auf die Menschen in der Umgebung. Auch das Stromnetz blieb stabil und es kam zu keinem Ausfall. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers LEAG bestätigte gegenüber der "MAZ", dass niemand verletzt wurde. Das Kraftwerk, das eine Leistung von 1.500 Megawatt liefert und neben dem Standort auch Cottbus und Peitz mit Wärme versorgt, wird weiter betrieben. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen zu dem versuchten Anschlag mittlerweile übernommen.
Kraftwerksbetreiber spricht von Anschlag
Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag sprach von einem Anschlag. In der Folge habe es einen technischen Ausfall eines Blocks des Kraftwerks gegeben. "Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft", erklärte er. Derzeit werde an der Wiederinbetriebnahme des Blocks gearbeitet.