Bedeutung erklärt

Wandermarkierungen: Was sie uns wirklich verraten

© Getty Images
Zeigen uns Wandermarkierungen nur den Weg an oder geht es noch um mehr? So lernst du, sie zu deuten.
Zur Vollversion des Artikels

Zeigen uns Wandermarkierungen nur den Weg an oder geht es noch um mehr? So lernst du, sie zu deuten. Der Herbst gilt als die schönste Zeit des Jahres, um zu wandern: Das bunte Laub bringt eine zauberhafte Stimmung in den Wald, die verschiedensten Pilze säumen die Wegränder. Dazu ist die Hitze des Sommers endlich vorbei und die Eiseskälte dunkler Wintertage ist noch nicht angekommen. Also, nichts wie in die Natur!

Wanderroute festlegen

Bei der Auswahl der perfekten Wanderroute hilft heutzutage das Internet: Es gibt jede Menge Websites, die dir verraten, wie lange eine Wanderung dauert und wie anspruchsvoll sie ist. Bedenke beim Planen deines Ausflugs unbedingt, wann du zurück sein willst, um nicht durch einen dunklen Wald zu irren, weil du die Zeit nicht im Auge behalten hast. Bedenke außerdem, wie oft und wie lange du rasten möchtest und wo Schutzhütten, die warme Mahlzeiten und Unterschlupf bieten, liegen.

Folge den Markierungen

Im Wald angekommen, helfen dir farbige Markierungen an den Bäumen, den richtigen Weg zu finden. Jede Route hat ihre eigenen Farben. Meist bestehen diese Wandermarkierungen aus mehreren Streifen in unterschiedlichen Farben. Du musst dir beim Losmarschieren gut einprägen, welcher Markierung du folgst, und solltest immer aufmerksam bleiben, damit du keine falsche Abzweigung erwischst.

Was die Wenigsten wissen: Die bunten Markierungen zeigen nicht nur den richtigen Weg an, sie verraten dir auch viel über deine Route. Du kannst auf einen Blick erkennen, ob der Weg für dich geeignet ist, ob du die richtige Ausrüstung dabei hast und wie hoch es hinaufgeht.

Das verraten die Farben von Wandermarkierungen

Ein bisschen ähneln sie den Farbgebungen von Skipisten. Wenn du sie dir einmal einprägst, hast du immer den Durchblick:

  • Gelb (Talwege/Spazierwege): Hier hast du mit breiten, flachen und nur mäßig steigenden Wegen zu rechnen, die oft asphaltiert oder geschottert sind. Es gibt keine Absturzgefahr und du kannst auch mit einfachem Schuhwerk gut gehen.
  • Blau (einfache Bergwege): Sie sind meistens schmal, aber gut ausgebaut. Es gibt zwar mäßige Steigungen, es besteht aber keine Absturzgefahr. Sie sind auch für Einsteiger und Familien geeignet. Ihr solltet aber feste Wanderschuhe tragen.
  • Rot (mittelschwere Bergwege): Hier kann es schon mal eng werden, die Wege sind oft steil und uneben. Es gibt kurze versicherte Passagen mit Drahtseilen, es kann aber auch ausgesetzte Stellen geben. Hier sind Trittsicherheit, gute Wanderschuhe und eine Grundkondition gefragt.
  • Schwarz (schwere Bergwege, alpin): Es wird steil, oft gibt es keine Wege und du musst über Geröll und Felsen. Es herrscht Absturzgefahr. Außerdem gibt es häufig Kletterpassagen. Hier ist absolute Trittsicherheit erforderlich, du musst schwindelfrei sein und alpine Erfahrung mitbringen. Du könntest auch eine Klettersteig- oder Gletscherausrüstung benötigen. Absolut nicht für Einsteiger geeignet.

Um die Farbkombinationen richtig zu deuten, brauchst du etwas Übung. Aber du bekommst es schnell raus! Und vergiss nicht: Beim Wandern ist man höflich. Entgegenkommende Personen grüßt man freundlich.