Wohnung abkühlen
Warum dieser virale Ventilator-Trick die Hitze sogar verschlimmert
Die Hitzewelle bringt Österreich derzeit ordentlich ins Schwitzen. Wer keine Klimaanlage hat, sucht im Internet nach jedem noch so kleinen Trick, um die Wohnung etwas kühler zu bekommen. Ein Hack taucht dabei immer wieder auf: Ein nasses Bettlaken oder Handtuch über den Ventilator hängen. Die Idee klingt clever, funktioniert in der Praxis aber meist schlechter als gedacht.
So soll der Hitze-Trick funktionieren
Das Prinzip ist einfach: Ein feuchtes Laken wird über das Schutzgitter des Ventilators gelegt. Der Luftstrom soll das Wasser verdunsten lassen und dadurch kühlere Luft im Raum verteilen. Klingt logisch, hat aber gleich mehrere Nachteile.
Darum kann der Trick nach hinten losgehen
Das größte Problem: Das Handtuch oder Bettlaken verdeckt den Ventilator. Dadurch kann deutlich weniger Luft zirkulieren und der Ventilator verliert einen großen Teil seiner Wirkung. Hinzu kommt ein zweiter Effekt: Durch das verdunstende Wasser steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Gerade an heißen Sommertagen fühlt sich feuchte Luft jedoch deutlich stickiger und schwüler an als trockene Luft. Die Temperatur steigt zwar nicht unbedingt an, sie wird aber als deutlich unangenehmer empfunden.
Zu viel Feuchtigkeit kann weitere Probleme verursachen
Wer regelmäßig nasse Tücher in der Wohnung aufhängt, erhöht dauerhaft die Luftfeuchtigkeit. Das kann nicht nur das Raumklima verschlechtern, sondern langfristig auch die Bildung von Schimmel begünstigen, besonders in schlecht gelüfteten Räumen. Als kurzfristige Ausnahme ist ein feuchtes Tuch zwar meist unproblematisch. Zur dauerhaften Abkühlung eignet sich der Trick jedoch nicht.